Wenn Autos und Züge den Fehmarnbelt-Tunnel passieren, müssen sie von Fehmarn noch weiter auf das deutsche Festland. Doch der neue Tunnel auf diesem Abschnitt der Strecke könnte später kommen als bislang erwartet.
Das berichtet Zeit.de.
Ein neuer Plan der Bundesregierung nennt für die Eröffnung des Fehmarnsundtunnels spätestens das Jahr 2035, berichtet Zeit unter Berufung auf dpa. Bislang war nach Angaben der Behörden in Schleswig-Holstein von 2031/2032 ausgegangen worden.
Der spätere Zeithorizont sorgt bei Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen für Kritik.
- Weitere Verzögerungen bei diesem wichtigen Projekt können wir uns nicht leisten, sagt er und kündigt zugleich an, das Thema nun mit dem Bundesverkehrsminister in Berlin zu besprechen.
Der Fehmarnsundtunnel ist nicht mit der 18 Kilometer langen Verbindung zwischen Rødbyhavn und Fehmarn zu verwechseln. Er soll den kleineren Fehmarnsund südlich der Insel queren und wird laut Projektbeschreibung der Deutschen Bahn 2,2 Kilometer lang. Vorgesehen sind vier Fahrspuren für den Straßenverkehr und zwei Eisenbahngleise.
Heute läuft der gesamte Verkehr zwischen der Insel und dem deutschen Festland über die Fehmarnsundbrücke. Belastungsuntersuchungen haben gezeigt, dass die Brücke dem künftigen Straßen- und Schienenverkehr nicht gewachsen ist. Deshalb ist der neue Absenktunnel als Ersatz für den durchgehenden Verkehr vorgesehen.
Die Brücke soll jedoch erhalten bleiben. Nach Fertigstellung des Tunnels sollen sie Fußgänger, Radfahrer und langsamer Straßenverkehr nutzen, während die Züge unter dem Sund hindurchfahren.