Für das geplante Rechenzentrum im Business Park Falster liegt bereits ein genehmigter Bebauungsplan vor. Bevor das Projekt umgesetzt werden kann, müssen jedoch die Stromversorgung und der Netzanschluss geklärt werden.
Deshalb bittet die Kommune Guldborgsund nun um eine Anhörung im Klima-, Energie- und Versorgungsausschuss des dänischen Parlaments. Nach Angaben der Kommune steht eine Investition von rund 20 Mrd. DKK im Raum, verbunden mit dem Potenzial für 300 dauerhafte Arbeitsplätze.
In dem Schreiben weist Bürgermeister Simon Hansen darauf hin, dass Lolland-Falster im Jahr 2023 mit Solar- und Windenergie mehr als das Vierfache des jährlichen Stromverbrauchs der Region produziert hat. Die Kommune möchte, dass ein größerer Teil dieses Stroms vor Ort genutzt und in Investitionen und Arbeitsplätze umgesetzt wird.
Die Kommune will darüber sprechen, wie Staat, Netzbetreiber und private Investoren rechtzeitig Klarheit über die Versorgung des Projekts schaffen können. Als Möglichkeiten nennt sie unter anderem direkte Stromverbindungen sowie eine private Mitfinanzierung von Transformatoren und Netzanlagen.
Die Klärung ist auch für die Fernwärme von Bedeutung. Laut dem Schreiben hat Guldborgsund Forsyning Interesse daran gezeigt, in einer ersten Phase die Abwärme des Rechenzentrums für rund 7.000 Wärmekunden zu nutzen.
Zusammen mit anderen Wärmequellen, Speichern und Reservekapazitäten könnte die Abwärme Teil einer Umstellung des Fernwärmesystems in der Region werden, das heute auf Müllverbrennung basiert.