15 große dänische und internationale Unternehmen standen mit der Kommune Lolland im Austausch über den geplanten Industriepark bei Rødbyhavn.
Das geht aus dem eigenen Antrag der Kommune hervor, das Gebiet als staatlichen Industriepark ausweisen zu lassen. Der Antrag wurde im Mai 2025 bei der dänischen Wirtschaftsbehörde Erhvervsstyrelsen eingereicht und FemernBusiness nun im Rahmen einer Akteneinsicht zur Verfügung gestellt.
- Es wurde ein gezielter Marktdialog mit 15 großen dänischen und internationalen Unternehmen aus den Bereichen kritische Infrastruktur, grüne Energie, Verteidigung, Logistik und maritime Dienstleistungen geführt, heißt es in dem Antrag.
Mehrere Unternehmen hatten sich zudem selbst an die Kommune gewandt, um sich anzusiedeln oder Flächen zu reservieren. Die Kommune kam deshalb zu dem Schluss, dass sowohl ein tatsächlicher Bedarf als auch eine konkrete Nachfrage bestand.
Auf dem 180 Hektar großen Areal hinter der Tunnelelementfabrik waren laut Antrag bereits erste Unternehmen mit Planung und Ansiedlung beschäftigt.
Mehrere Branchen im Spiel
Die Kommune beschrieb unter anderem großes Interesse aus der Offshore-Windindustrie, die das Gebiet für die Produktion von Gondeln, Türmen, Fundamenten und Rotorblättern nutzen könnte. Der Antrag erwähnte zudem konkretes Interesse aus der maritimen Verteidigungsindustrie.
Aus den Unterlagen geht nicht hervor, mit welchen Unternehmen die Kommune im Gespräch war. Ebenso wenig ist ersichtlich, ob Vereinbarungen geschlossen, Flächen reserviert oder eine erwartete Zahl von Arbeitsplätzen mit dem Interesse der Unternehmen verknüpft wurden.
Der Antrag zeigt auch nicht, wie viele der Gespräche weiterhin aktiv sind.