Odense Havn könnte künftig als Partner am Betrieb der Tunnelelementfabrik und des Arbeitshafens in Rødbyhavn beteiligt sein, wenn die Produktion für den Fehmarnbelt-Tunnel beendet ist und das letzte Element auf dem Meeresboden liegt.
Am Montag haben Sund & Bælt und Odense Havn eine Vereinbarung geschlossen, um die Möglichkeiten für eine künftige Partnerschaft zu prüfen. Damit ist ein konkreter Schritt auf dem Weg zu einer Nachnutzung der Anlage getan, in die der dänische Staat rund sieben Milliarden DKK investiert hat.
- Unsere Aufgabe ist es nun sicherzustellen, dass die Anlage auch lange nach Fertigstellung des Tunnels Wertschöpfung und dauerhafte Arbeitsplätze auf Lolland schafft, sagt Mikkel Hemmingsen, Geschäftsführer von Sund & Bælt, in einer Pressemitteilung.
Odense Havn verfügt über Erfahrung mit der Umwandlung der ehemaligen Lindø-Werft in ein Industriegebiet unter anderem für Offshore-Windkraft und Schwerindustrie. Diese Erfahrung macht den Hafen nach Ansicht von Mikkel Wesselhoff, Geschäftsführer von Business Lolland-Falster, zu einem naheliegenden Partner.
- Odense Havn weiß, was es braucht, um ein großes Industriegebiet mit Hafen in einem internationalen Markt zu betreiben. Genau diese Erfahrung braucht Rødbyhavn, sagt er.
Eigentumsverhältnisse, Finanzierung und das konkrete Betriebsmodell sind allerdings noch nicht geklärt. Das sollen die Verhandlungen klären. Ziel ist es, spätestens 2028 eine endgültige Vereinbarung zu erreichen.
2023 wurde beschlossen, die Fabrik auch nach Abschluss des Tunnelbaus zu erhalten. Im September wurde das Gebiet zudem als nationaler Industriepark ausgewiesen. Die Produktion der Tunnelelemente soll nach aktuellem Stand bis Ende 2029 fortgesetzt werden. Konkrete Unternehmen, die die Anlage anschließend nutzen sollen, wurden bislang nicht genannt.