Der Projektentwickler Stender steht hinter den Plänen für acht Rechenzentrumsgebäude mit insgesamt mehr als 328.000 Quadratmetern Fläche bei Rødby.
Bei vollständigem Ausbau könnte die Anlage insgesamt mehr als ein Gigawatt Leistung benötigen. Das entspricht zum jetzigen Zeitpunkt etwa einem Siebtel des gesamten jährlichen Stromverbrauchs Dänemarks. Deshalb prüft Stender verschiedene Möglichkeiten, die benötigte Stromversorgung sicherzustellen.
Eine davon ist ein lokales Energiesystem, bei dem Strom aus Windkraft- und Solaranlagen über direkte Stromleitungen zu einem großen Batteriespeicher und von dort weiter zum Rechenzentrum geführt wird. Nach Angaben von Stender könnte das System auch anderen Unternehmen in der Region zugutekommen.
- Möglicherweise kann man direkte Leitungen zu einer Batterieanlage legen und von dort weiter zum Rechenzentrum und zu anderen künftigen Aktivitäten in der Region, sagt Geschäftsführer Allan Egeris Arentsen.
Er beschreibt das Modell als ein mögliches lokales Microgrid.
- Es geht darum, den Strom vor Ort zu halten und zu nutzen und das zu schaffen, was man als Microgrid bezeichnet. Eine Art lokale Strominsel oder Energieinsel, sagt er.
Bislang handelt es sich allerdings nur um eine Vision. Stender hat nicht angegeben, wie groß ein solcher Batteriespeicher sein müsste, welche Energieanlagen daran angeschlossen werden könnten oder ob bereits Kontakt zu deren Eigentümern besteht.
Auch ein Antrag auf eine Direktleitung wurde bislang nicht gestellt. Dafür ist eine Genehmigung der dänischen Energiebehörde erforderlich.