Energieprojekte kommen und verschwinden in großem Tempo auf Lolland-Falster. Neue Zahlen von Energinet zeigen, dass im Jahr 2025 acht neue Anschlussprojekte in der Region gemeldet wurden, während gleichzeitig sieben Projekte aufgegeben wurden.
Die Zahlen decken ein Portfolio in ständiger Bewegung ab, in dem Projekte laufend geändert, verschoben oder ganz aufgegeben werden.
Das macht es schwierig, den Ausbau des Stromnetzes in der Region zu planen.
- Neue große Solarprojekte, Batterieparks und Unternehmen mit hohem Stromverbrauch kommen hinzu und fallen auf eine ultradynamische Weise weg, sagt der Betriebsdirektor von Energinet, Søren Dupont Kristensen.
Die Entwicklung erfolgt gleichzeitig mit einem deutlich wachsenden Bedarf an mehr Stromnetz. Sowohl die Stromproduktion als auch der Stromverbrauch werden in den kommenden Jahren voraussichtlich stark steigen.
Aber auch wenn der Bedarf insgesamt steigt, können die lokalen Schwankungen groß sein. Projekte können verschwinden, verzögert werden oder ihren Umfang ändern, und das beeinflusst die Planung konkreter Anlagen.
Dinge hängen zusammen
Laut Energinet kann ein Projekt an einem Ort davon abhängen, ob ein anderes Projekt realisiert wird. Zum Beispiel kann ein Solarprojekt davon abhängen, ob ein Rechenzentrum in der Nähe entsteht und den Strom abnehmen kann.
Das bedeutet, dass der Ausbau des Stromnetzes nicht nur darum geht, mehr zu bauen, sondern auch darum, es richtig zu machen.
Die Entwicklung auf Lolland-Falster ist nicht einzigartig. Landesweit zeigen die Zahlen von Energinet das gleiche Muster mit großen Schwankungen bei Anschlussprojekten.
Sowohl in Süd- als auch in Nordjütland wurden 2025 fast genauso viele Projekte gemeldet, wie gleichzeitig aufgegeben wurden.