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Windpark schreibt dreistelliges Millionendefizit

Der Offshore-Windpark Rødsand II südlich von Lolland ist von niedrigeren Ertragserwartungen im Bereich erneuerbarer Energien, einer geringeren Produktion als erwartet und einer erheblichen Wertberichtigung betroffen.

Der Windpark bei Rødsand. Foto: Kim Fjældstad
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Der Offshore-Windpark Rødsand II südlich von Lolland ist in der Bilanz deutlich niedriger bewertet worden.

Die Gesellschaft, die den Windpark mit 90 Offshore-Windrädern betreibt, schließt das Jahr 2025 mit einem Verlust von 328,6 Mio. DKK ab. Das Ergebnis wird vor allem durch eine Wertberichtigung von 319 Mio. DKK belastet. Die Geschäftsführung bezeichnet die Entwicklung und das Ergebnis des Jahres als unbefriedigend.

Hinter dem Windpark stehen die Andel-Gruppe und der RWE-Konzern. Nach Angaben von Andel ist die Wertberichtigung von Rødsand II Teil einer größeren Neubewertung der Konzernaktiva im Bereich der erneuerbaren Energieerzeugung. Veränderte Marktbedingungen haben die Erwartungen an künftige Renditen und Ertragsmöglichkeiten insbesondere bei Solar- und Windenergie geschwächt. Im Jahr 2025 führte dies bei Andel zu Wertberichtigungen auf Anlagen im Bereich erneuerbarer Energien von insgesamt 1,15 Mrd. DKK.

Für den Offshore-Windpark vor Lolland beruht die niedrigere Bewertung auf einer Gesamtbeurteilung der künftig erwarteten Cashflows. Die Wertberichtigung lässt sich nach Angaben von Andel daher nicht auf einen einzelnen Faktor zurückführen.

Schwächerer Betrieb

Gleichzeitig blieb auch der Betrieb hinter den Erwartungen zurück. Der Windpark produzierte 2025 insgesamt 640 GWh. Aus dem Jahresabschluss geht hervor, dass die Stromproduktion damit 127 GWh unter den Erwartungen lag. Als Gründe nennt die Gesellschaft geringere Windressourcen, Abregelungen sowie Verfügbarkeitsprobleme im Zusammenhang mit teilweisen Ausfällen der Offshore-Umspannplattform. Andel verweist insbesondere auf weniger Wind als in den Vorjahren sowie auf Reparatur- und Wartungsarbeiten als Erklärung für die niedrigere Produktion.

Damit treffen im Jahresabschluss zwei Entwicklungen zusammen: Der Wert der Anlage wird in einem Markt mit gedämpften Ertragserwartungen für erneuerbare Energien niedriger angesetzt, während die konkrete Stromproduktion der Turbinen zugleich hinter den Annahmen zurückblieb.

Deutlicher Rückgang in der Bilanz

Rødsand II verfügt über eine installierte Leistung von 215 MW; die Konzession läuft bis 2035. Der Umsatz belief sich 2025 auf 325,3 Mio. DKK, das Bruttoergebnis auf 74,4 Mio. DKK. Der laufende Betrieb leistete damit weiterhin einen positiven Beitrag vor Abschreibungen und Wertberichtigungen, doch die Wertminderung der Anlage drückte das Jahresergebnis tief ins Minus.

Auch in der Bilanz ist die Entwicklung sichtbar. Die Aktiva der Gesellschaft gingen von 2,36 Mrd. DKK im Vorjahr auf 1,46 Mrd. DKK zurück. Das Eigenkapital sank von 1,1 Mrd. DKK auf 554,6 Mio. DKK.

Eigentümerstruktur vereinfacht

Nach dem Geschäftsjahr wurde auch die Eigentümerstruktur vereinfacht. Die Gesellschaft wurde zuvor über die schwedische Rodsand 2 Offshore Wind Farm AB gehalten. Seit Mai sind Andel Holding A/S und RWE Renewables Denmark A/S direkt als Eigentümer eingetragen. Nach Angaben von Andel handelt es sich um eine administrative Vereinfachung; die wirtschaftlichen Eigentumsverhältnisse bleiben unverändert. RWE ist für Betrieb und Wartung des Windparks zuständig.

Nach dem schwachen Geschäftsjahr 2025 rechnet die Gesellschaft 2026 mit stabileren Verhältnissen. Das Budget sieht ein EBITDA von 104 Mio. DKK vor, während die Preiserwartungen insgesamt auf dem Niveau von 2025 liegen.

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