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Zweites Tunnelelement wird in den Fehmarnbelt geschleppt

48 Tage nachdem das erste Element als platziert gemeldet wurde, wird das nächste Tunnelelement gerade von Rødbyhavn aus hinausgeschleppt. Das ist der nächste Schritt in der Arbeitsphase, die das Tempo im unter Druck stehenden Femern-Plan bestimmen soll.

Foto: Sund & Bælt
Veröffentlicht Geändert

Nach mehreren Jahren Verzögerung hat die Absenkung der Tunnelelemente im Fehmarnbelt begonnen. Nun wird das zweite Tunnelelement aus dem Produktionsbereich bei Rødbyhavn hinausgeschleppt. Das geschieht 48 Tage, nachdem das erste Element auf dem Meeresboden vor Rødbyhavn gemeldet wurde.

Damit nähert sich das Fehmarnbelt-Projekt der zweiten Absenkung in jener Bauphase, die das Tempo für den weiteren Tunnelbau bestimmen soll. Das Element war für die Absenkung vorbereitet worden, doch die Strömungsverhältnisse machten es notwendig, auf ein neues Wetterfenster zu warten.

Der Fehmarnbelt-Tunnel besteht aus 89 Elementen, die nacheinander in den 18 Kilometer langen Tunnelgraben zwischen Lolland und der deutschen Insel Fehmarn abgesenkt werden sollen. Jedes Element muss aus dem Produktionsbereich hinausgeschleppt, im Graben positioniert und unter Wasser mit dem vorherigen Element verbunden werden.

FemernBusiness hatte bereits im August 2025 aufgedeckt, dass der Zeitplan für eine Eröffnung im Jahr 2029 nicht zu halten war. Genau deshalb ist das Tempo der Absenkungen entscheidend, nun da das erste Element liegt und Nummer zwei auf dem Weg in den Fehmarnbelt ist.

2,5 Elemente pro Monat

Im ursprünglichen Hauptzeitplan waren 36 Monate, also drei Jahre, für die Absenkung der Tunnelelemente vorgesehen. Das bedeutet, dass die Arbeiten über die gesamte Dauer hinweg im Durchschnitt etwa 2,5 Elemente pro Monat erreichen müssen.

Eine längere Pause nach der ersten Absenkung wirft den Gesamtplan für sich genommen nicht um. Sie zeigt jedoch, wie empfindlich der Rhythmus in jener Phase ist, von der der kommende Zeitplan abhängt. Die Absenkung setzt mehrere Bedingungen gleichzeitig voraus. Das Element muss hinausgeschleppt, stabil gehalten, kontrolliert abgesenkt und mit hoher Präzision verbunden werden. Strömung und Wetter sind deshalb eine reale Begrenzung, auch im küstennahen Beginn des Tunnelgrabens vor Lolland, wo die Arbeiten eigentlich zu den überschaubareren Teilen des Ablaufs gehören sollten.

Die aktuelle Absenkung folgt auf eine längere Phase, in der gerade die Arbeit mit den Tunnelelementen im Zentrum der Probleme beim Fehmarnbelt-Bau stand. Das Spezialschiff Ivy, das für die Handhabung der Elemente eingesetzt wird, verzögerte sich um zwei Jahre, bevor die endgültige Genehmigung erteilt wurde. Gleichzeitig war der Tunnelgraben einer der großen Streitpunkte zwischen Bauherr und Hauptunternehmer, und Sund & Bælt hat FLC zusätzlich bezahlt, um den ersten Teil des Grabens vorzubereiten.

Das Fehmarnbelt-Projekt hat mitgeteilt, dass ein überarbeiteter Zeitplan für das Projekt vorgelegt wird, sobald fünf Standardelemente und ein Spezialelement abgesenkt worden sind. Bis dahin ist das Tempo der ersten Absenkungen eines der wichtigsten Anzeichen dafür, wie der kommende Zeitplan aussehen kann.

Der übrige Teil des 18 Kilometer langen Tunnelgrabens ist weiterhin Teil des größeren Konflikts auf der Baustelle. Darüber hinaus hat der Hauptunternehmer Femern Link Contractors eine Forderung in Höhe von 14,5 Mrd. DKK gegen Femern A/S unter Sund & Bælt erhoben. Zudem läuft ein internationales Schiedsverfahren wegen coronabedingter Verzögerungen.

Später im Verlauf gelten weiter draußen im Fehmarnbelt die deutschen Umweltauflagen. Das Arbeitsgebiet im Natura-2000-Gebiet wurde auf 1.100 Meter erweitert, die Anforderungen an den Unterwasserlärm gelten jedoch weiterhin. Auf der Puttgarden-Seite gibt es zudem besondere Vorgaben für Sedimentfreisetzung in den Sommermonaten. Deshalb muss das Tempo auch später innerhalb einer Reihe umweltrechtlicher Rahmenbedingungen gehalten werden.

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