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Energieprojekt mit wachsendem Defizit auf frisches Kapital angewiesen

Zum zweiten Mal in Folge warnt der Wirtschaftsprüfer vor Unsicherheiten im Betrieb von Floating Power Plant, das den Verlust erhöht und neues Kapital sucht

So kann es aussehen, wenn Floating Power Plant Wind- und Wellenenergie erzeugt. Foto: Visualisierung: Floating Power Plant
Veröffentlicht Geändert

Ein Energieprojekt mit dem Ziel, Wind, Wellen und Wasserstoff zu kombinieren, droht ohne neue Finanzierung zu scheitern.

Zum zweiten Mal in Folge erhält Floating Power Plant A/S mit Sitz auf Lolland eine Warnung vom Wirtschaftsprüfer wegen erheblicher Unsicherheiten hinsichtlich der Fortführung des Unternehmens. Im jüngsten Jahresabschluss erhöht das Unternehmen seinen Verlust auf 16,3 Mio. DKK nach 12,2 Mio. DKK im Vorjahr.

Das Unternehmen hat weiterhin keine nennenswerten Einnahmen und investiert erhebliche Mittel in die Entwicklung der Technologie. Diese basiert auf schwimmenden Energieplattformen auf See, bei denen Windenergie unter anderem mit Wellenenergie und der Produktion von Wasserstoff kombiniert wird, um stabile grüne Energie zu liefern, auch wenn der Wind nicht weht.

Gleichzeitig weist die Geschäftsführung darauf hin, dass die Technologie mehrfach offshore getestet wurde und sich das Unternehmen nun in der kommerziellen Designphase befindet.

Die Entwicklung ist kapitalintensiv, und ohne stabile Einnahmen ist das Unternehmen darauf angewiesen, laufend neue Mittel zu beschaffen, um das Projekt voranzutreiben.

Projekt bei Gran Canaria

Um das Projekt weiterzuentwickeln, arbeitet das Unternehmen daran, rund 75 Mio. DKK in einer größeren Finanzierungsrunde einzuwerben, die die nächste Phase bis zum Beginn der Bauarbeiten finanzieren soll. Dies ist jedoch nur ein Schritt auf dem Weg zu einer vollständig realisierten Anlage.

Ein Teil des Kapitals soll in das Demonstrationsprojekt bei Gran Canaria fließen. Dort wird die Technologie im großen Maßstab getestet, bevor sie kommerziell eingesetzt werden kann und erste Einnahmen generiert.

Das Projekt ist für den Start im Jahr 2028 geplant und liegt damit noch mehrere Jahre in der Zukunft. Es soll zeigen, wie die Plattform durch die Kombination von Windenergie und Wasserstoffspeicherung eine stabile Energieversorgung gewährleisten kann. Einnahmen werden jedoch erst nach Abschluss der Entwicklungsphase erwartet.

Schulden und Kapital

Das Unternehmen erwartet zudem EU-Fördermittel von bis zu 195 Mio. DKK, die entsprechend dem Projektfortschritt ausgezahlt werden und einen wesentlichen Teil der Finanzierung ausmachen können. Voraussetzung ist allerdings, dass die definierten Meilensteine erreicht werden.

Die Entwicklung erfolgt in Zusammenarbeit mit mehreren Partnern und gilt als wichtiger Schritt, um Investoren zu gewinnen und neue Märkte zu erschließen.

Nach dem Ende des Geschäftsjahres hat das Unternehmen zusätzlich Kapital aufgenommen und an der Stärkung seiner finanziellen Basis gearbeitet. Insgesamt wurden 22 Mio. DKK durch Kapitalerhöhungen eingeworben, zudem wurden Schulden in Höhe von 25 Mio. DKK verlängert und umstrukturiert.

Diese Maßnahmen sollen den Liquiditätsdruck kurzfristig verringern, ändern jedoch nichts daran, dass das Unternehmen weiterhin auf zusätzliche Finanzierung angewiesen ist, um das Projekt fortzuführen.

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