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Große netzanschlüsse auf eis gelegt 

Fehlende kapazität im transmissionsnetz verzögert größere projekte und veranlasst Cerius, die pause-taste zu drücken.

Das Stromnetzunternehmen Cerius hat größere Anschlüsse auf Eis gelegt. PR-Foto: Cerius
Veröffentlicht Geändert

Das Stromnetzunternehmen Cerius, das das Stromnetz auf Lolland-Falster und dem größten Teil von Seeland außerhalb des Hauptstadtgebiets betreibt, hat alle größeren Netzanschlüsse auf Eis gelegt.

Die Entscheidung kommt, nachdem Energinet über fehlende Kapazität im Übertragungsnetz berichtet hat.

Laut Cerius handelt es sich derzeit um eine zweistellige Anzahl von Kunden mit einer insgesamt beantragten Leistung von über 100 MW, die das System des Unternehmens durchlaufen haben und nun auf eine Klärung bei Energinet warten, bevor ein endgültiger Netzanschlussvertrag abgeschlossen werden kann.

- Mit den Ankündigungen von Energinet über fehlende Übertragungskapazität haben wir beschlossen, alle neuen, großen Anschlüsse auf Eis zu legen, bis wir die notwendige Übersicht von Energinet haben, erklärt Geschäftsführer Jens Fossar Madsen.

Die betreffenden Projekte benötigen nur noch eine Klärung, ob Kapazität im Übertragungsnetz reserviert werden kann. Typischerweise handelt es sich um Solarparks, Fernheizwerke, Batterien, Rechenzentren oder Industrieunternehmen mit sehr energieintensiven Prozessen.

Mindestens drei Monate

Cerius kann nicht sagen, wann sich die Situation ändert.

- Bis wir die notwendige Klarheit über die Kapazität im Übertragungsnetz von Energinet haben, können wir nicht sagen, wann wir wieder Netzanschlussverträge mit großen Kunden abschließen können, erklärt Jens Fossar Madsen.

Cerius deckt ganz Lolland-Falster und den größten Teil von Seeland außerhalb des Hauptstadtgebiets ab, einschließlich Südseeland, Mittel- und Westseeland sowie große Teile von Nordseeland. 

- Wir können mitteilen, dass keiner der ersten Kunden, die wir auf Eis gelegt haben, eine Versorgung auf Lolland oder Falster beantragt hat. Energinet hat gerade angekündigt, dass sie eine vorübergehende Pause für neue Anschlüsse von drei Monaten einführen, und bei Cerius-Radius folgen wir dieser Linie. Daher werden wir in den kommenden drei Monaten auch keine neuen Netzanschlussvereinbarungen mit großen Kunden abschließen,  erklärt Geschäftsführer Jens Fossar Madsen.

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