Junge Deutsche: - Wir wollen einen digitalen Tunnel bauen

- Zusätzlich zum physischen Tunnel wollen wir einen digitalen Tunnel bauen

Emre Erdogan (links) und Edgar Paul-Ghazaryan (rechts), Gründer und Direktoren von Edge Digital UG mit Sitz in Lübeck. Foto: Michael Patrick Larsen
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Emre Erdogan und Edgar Paul-Ghazaryan sind beide sehr begeistert von dem Potenzial, das in einer engeren Zusammenarbeit zwischen dänischen und deutschen Unternehmen im Gebiet um den Fehmarnbelt liegt. Sie nennen die digitale Infrastruktur in Dänemark als Inspirationsquelle.

- Zusätzlich zu dem physischen Tunnel werden wir einen digitalen Tunnel bauen.

Die jungen Deutschen, Emre Erdogan und Edgar Paul-Ghazaryan, freuen sich auf eine „weichere“ Grenze zwischen Lolland und Norddeutschland.

Digitale Infrastruktur zieht an

Vor zwei Jahren gründeten sie das in Lübeck ansässige Unternehmen Edge Digital, das mit künstlicher Intelligenz und digitalen Lösungen arbeitet.

- Wir wissen, dass die digitale Infrastruktur in Dänemark weiter entwickelt ist als in Deutschland. Wir möchten den Deutschen sagen: „Hey, schaut euch mal an, was sie oben in Dänemark machen“, sagt Emre Erdogan und fährt fort:

- Sicherheit ist eine große Sache in Deutschland, und wir können eine ganze Menge von Dänemark lernen. Wir kennen die Unterschiede und hoffen, die Dinge verbessern zu können.

Die Begegnung mit neuen Kulturen ist für die jungen Männer keineswegs unbekanntes Terrain. Emre Erdogan hat türkische Wurzeln, während Edgar Paul-Ghazaryan im Alter von 10 Jahren aus Armenien nach Hamburg kam.

- Wir wissen, wie wichtig es ist, voneinander zu lernen. Wir haben sowohl wichtige Dinge von unseren Eltern und Großeltern als auch von der deutschen Gesellschaft gelernt, die uns zu dem gemacht hat, was wir sind, sagt Emre Erdogan.

Ihr Unternehmen verfügt derzeit über Daten zu 66 Millionen Einwohnern in Deutschland. Mit Hilfe dieser Daten hoffen sie, in Zukunft dänischen Unternehmen dabei helfen zu können, qualifizierte Arbeitskräfte zu finden.

- Wenn also ein dänisches Unternehmen zu uns kommt und sagt: „Hey, wir brauchen ein paar Lehrer“, können wir unsere deutschen Daten nutzen, um zu sehen, wie viele Lehrer es zum Beispiel in Schleswig-Holstein gibt, und sie so mit dänischen Unternehmen in Verbindung bringen, sagt Emre Erdogan.

- Wir wissen, wie schwer es für Menschen in Deutschland ist, zu wissen, wie Menschen in Dänemark denken, was wichtig ist, was sie gerne sehen und hören möchten, und das gilt auch umgekehrt. Wir können sehen, wie Menschen in Deutschland denken - nicht aus einem Bauchgefühl oder durch Emotionen - sondern durch Daten, sagt er.

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