Lollands Bank hat das erste Quartal des Jahres mit einem niedrigeren Gewinn abgeschlossen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Zugleich legte das zugrunde liegende Bankgeschäft zu. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 22 Mio. DKK nach 31,5 Mio. DKK im ersten Quartal des Vorjahres. Nach Steuern erzielte die Bank einen Gewinn von 16,3 Mio. DKK gegenüber 23,1 Mio. DKK im Vorjahr.
Der Rückgang ist vor allem auf niedrigere Kursregulierungen und geringere Rückführungen von Wertberichtigungen als im ersten Quartal 2025 zurückzuführen. Gleichzeitig stieg das Basisgeschäft auf 19,7 Mio. DKK nach 17,6 Mio. DKK. Die Bank bezeichnet das Ergebnis als zufriedenstellend.
In ihrer Zwischenmitteilung verweist Lollands Bank darauf, dass das sinkende Zinsniveau die Ertragslage geprägt habe. Die Zinserträge aus dem Kreditgeschäft stehen unter Druck, die Bank profitiert jedoch von niedrigeren Zinsaufwendungen für Einlagen und höheren Gebührenerträgen.
Die Nettozins- und Gebührenerträge stiegen auf 69,6 Mio. DKK gegenüber 64,4 Mio. DKK im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Gebühren- und Provisionserträge wurden unter anderem durch Garantieprovisionen, Wertpapiergeschäfte der Kunden, den Verkauf von Versicherungsprodukten, den Zahlungsverkehr und Kreditbearbeitungsgebühren gestützt.
Kreditvolumen wächst
Zugleich baut die Bank ihr Kreditvolumen weiter aus. Ende März belief sich das Kreditvolumen von Lollands Bank auf 2.435,4 Mio. DKK. Das sind 175,6 Mio. DKK mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres und entspricht einem Wachstum von 7,8 Prozent. Allein in den ersten drei Monaten des Jahres stieg das Kreditvolumen um 141,4 Mio. DKK.
Auch die Einlagen einschließlich Poolordnungen legten im vergangenen Jahr zu. Sie stiegen um 409,4 Mio. DKK und belaufen sich nun auf 4.782,2 Mio. DKK. Die Bank verfügt weiterhin über einen hohen Einlagenüberschuss. Zum Ende des ersten Quartals überstiegen die Einlagen ohne Poolordnungen die Ausleihungen um 2.069 Mio. DKK.
Das höhere Aktivitätsniveau zeigt sich auch auf der Kostenseite. Die Aufwendungen für Personal und Verwaltung stiegen auf 49,5 Mio. DKK nach 46,3 Mio. DKK im Vorjahr. Die Bank begründet dies mit mehr Beschäftigten, tariflichen Lohnanpassungen, höherem Marketingaufwand und gestiegenen IT-Kosten.
Angehobene Prognose bestätigt
Lollands Bank hält an der Erwartung eines Basisgeschäfts von 60 bis 80 Mio. DKK im Jahr 2026 fest. Die Prognose für das Ergebnis vor Steuern liegt weiterhin bei 80 bis 105 Mio. DKK, nachdem die Bank sie im April im Zuge des geplanten Verkaufs ihres Anteils am IT-Unternehmen BEC an Nykredit angehoben hatte.
Die Bank erwartet aus dem Verkauf ihres BEC-Anteils einen Erlös von 55 Mio. DKK. Nach der Vereinbarung soll BEC in einem neuen IT-Dienstleister für die Banken des Verbunds aufgehen. Lollands Bank bleibt Kunde des Unternehmens.
Zum Ende des ersten Quartals verfügte Lollands Bank nach der Ausschüttung von 30 Mio. DKK an die Aktionäre über ein Eigenkapital von 975,1 Mio. DKK. Die Kapitalquote lag bei 30,2 Prozent. Nach Angaben der Bank werden alle Kennziffern des sogenannten Aufsichtsdiamanten der dänischen Finanzaufsicht eingehalten.