Nach NVL-Dämpfer: Sund & Bælt hält Tür für Rüstungsproduktion in Rødby offen

Sund & Bælt sieht weiterhin Möglichkeiten für den Schiffbau an der Fehmarn-Fabrik und steht mit potenziellen Betreibern im Gespräch.

Rødbyhavn kan komme i spil som produktionssted for fremtidige danske krigsskibe. Foto: Sund & Bælt
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Die Fehmarn-Fabrik bei Rødbyhavn ist bereits mehrfach als möglicher Produktionsstandort für künftige dänische Kriegsschiffe ins Gespräch gebracht worden, sobald die Arbeiten an den Tunnelelementen abgeschlossen sind.

Zuletzt wurde Naval Vessels Lürssen, NVL, das seit März zum deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall gehört, im Zusammenhang mit einer möglichen Nutzung der Fabrik für den Bau von Fregatten genannt.

Gegenüber FemernBusiness dämpfte das Unternehmen jedoch die Erwartungen daran, wie weit entsprechende Pläne bereits gediehen sind.

- Derzeit gibt es keine konkreten Pläne, Rødbyhavn zu nutzen, sagte Oliver Grün, Pressesprecher bei NVL, Anfang der Woche.

Im vergangenen Jahr klang das noch deutlich konkreter. Nach einem Treffen mit Sund & Bælt und COWI schrieb NVL, die Beteiligten hätten die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer neuen Werft in Rødbyhavn erörtert.

Sund & Bælt hält die Tür für eine künftige Rüstungsproduktion auf dem Gelände dennoch weiterhin offen. Das Unternehmen verweist sowohl auf die Fabrik für die Tunnelelemente als auch auf den dazugehörigen Arbeitshafen als Anlagen, die nach Abschluss des Fehmarn-Projekts einer neuen Nutzung zugeführt werden könnten.

- Eine Wiederverwendung der Tunnelelementfabrik und insbesondere des dazugehörigen Arbeitshafens bietet erhebliches wirtschaftliches, zeitliches und ökologisches Potenzial, erklärt Sund & Bælt gegenüber FemernBusiness.

Nach Angaben des Unternehmens könnte die Fabrik unter anderem für andere große Infrastrukturprojekte sowie für die Herstellung von Betonfundamenten für Offshore-Windkraftanlagen genutzt werden. Auch eine Nutzung im Verteidigungsbereich bleibt eine Möglichkeit.

- Die tiefen Hafenbecken könnten auch im Verteidigungsbereich für den Schiffbau und die Ausrüstung von Schiffen genutzt werden.

Die Fabrik könnte zudem früher verfügbar werden als der Fehmarn-Tunnel selbst. Sund & Bælt zufolge kann die Anlage freigegeben werden, sobald das letzte Tunnelelement gegossen ist. Damit wird einige Jahre vor der Fertigstellung der festen Fehmarnbeltquerung gerechnet.

- Wir stehen laufend mit potenziellen Betreibern der Fabrik im Gespräch. Eine verbindliche Vereinbarung wurde bislang jedoch nicht geschlossen.

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