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Luxus mit voller Kraft - und riesiges Defizit

Vejrø bietet wilde Luxus, ist aber nicht in der Nähe eines Überschusses. Es sind nur die Gelder des Eigentümers, die den Traum am Leben halten.

Im Jahr 2024 betrug das Defizit auf Vejrø knapp 23 Millionen Kronen.
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Kim Fournais hat stark auf die Insel Vejrø gesetzt. Der Gründer und Miteigentümer der Saxo Bank steht hinter einem Projekt, das seit 2020 98 Millionen Kronen verloren hat. Der neue Jahresabschluss zeigt erneut ein Millionenminus - und keine Anzeichen dafür, dass sich das ändert.

Die Insel liegt im Smålandsfahrwasser nördlich von Lolland. Sie ist privat und nur mit dem Boot oder Hubschrauber erreichbar. Hier betreibt Vejrø ApS ein Reiseziel mit grüner Technologie, Luxus und Selbstversorgung als Leitlinien.

Im Jahr 2024 betrug das Defizit knapp 23 Millionen Kronen. Es ist das fünfte Jahr in Folge auf gleichem Niveau. Das Unternehmen gehört zu 100 Prozent der Holdinggesellschaft von Fournais.

Gehälter von 15 Mio. kr

Der Traum ist groß: Eine Insel, auf der exklusiver Komfort und grüne Verantwortung Hand in Hand gehen. Vejrø hat eine eigene Landwirtschaft, ein Restaurant, ein Elektroboot, das mit Windenergie betrieben wird, und grüne Infrastruktur. Aber der Betrieb ist schwer mit 30-40 Mitarbeitern und Gehältern von 15,3 Millionen Kronen. Hinzu kommen Abschreibungen auf Gebäude und Technik in Höhe von 7,4 Millionen.

Der Bruttoverlust - also die Differenz zwischen Umsatz und den direkten Kosten - liegt nahe bei null. Das deutet darauf hin, dass der tägliche Betrieb einigermaßen optimiert ist. Es ist nicht in der Küche, im Stall oder in den Zimmern, wo das Geld ausläuft. Aber das ändert nichts am Grundproblem: Wenn Gehälter, Abschreibungen, Verwaltung und sonstige feste Ausgaben mitgerechnet werden, fehlen weiterhin bis zu 27 Millionen Kronen jährlich, um das Projekt ins Gleichgewicht zu bringen.

Defizit Jahr für Jahr

Vejrø ApS hat in den letzten fünf Jahren folgendes Ergebnis nach Steuern erzielt:

  • 2020: -14,4 Mio. kr.

  • 2021: -19,7 Mio. kr.

  • 2022: -19,6 Mio. kr.

  • 2023: -21,8 Mio. kr.

  • 2024: -22,7 Mio. kr.

Das gesamte Defizit in diesem Zeitraum beläuft sich auf 98,2 Millionen Kronen.

FemernBusiness hat Vejrø ApS gefragt, was das Ziel der Investitionen ist, wann der Betrieb ausgeglichen sein kann - und welche Elemente die Entwicklung umkehren sollen.

- Wir haben großes Vertrauen, dass unsere Strategie dauerhaften Wert schaffen wird - nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell und klimatisch, sagt Geschäftsführerin Charlotte Cederbye.

Das Unternehmen verweist auf wachsendes Interesse von bewussten Gästen und starken Partnern. Aber es beantwortet nicht die Frage, wann der Betrieb voraussichtlich Gewinn abwerfen wird.

Zuschuss von 38 Mio. kr

Der Jahresabschluss zeigt auch, dass das Projekt stark auf die Unterstützung des Eigentümers angewiesen ist. Im Jahr 2024 erließ das Mutterunternehmen Schulden in Höhe von 38 Millionen Kronen und hat die Deckung zukünftiger Verluste bis Ende 2026 garantiert.

Daher hat das Unternehmen immer noch ein Eigenkapital von knapp 63 Millionen Kronen. Aber ohne das Geld des Eigentümers könnte es nicht weiter bestehen.

Laut Jahresbericht besitzt Vejrø ApS fast die gesamte Insel - außer dem Friedhof. Neue Leasingverträge über mehr als 10 Millionen Kronen und laufende Bauarbeiten zeigen, dass der Ausbau fortgesetzt wird.

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