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Neue Strategie für die Wirtschaft am Fehmarnbelt

Wirtschaftsförderungsorganisationen aus Dänemark und Norddeutschland wollen ihre Zusammenarbeit dauerhaft ausbauen und die Region gemeinsam für Unternehmen und Investoren positionieren.

Stig Rømer Winther, Direktor bei Femern Belt Development. Archivfoto: Anders Knudsen
Veröffentlicht

Wirtschaftsförderungsorganisationen auf beiden Seiten des Fehmarnbelts wollen ihre Zusammenarbeit auf eine dauerhafte strategische Grundlage stellen. Anfang Mai treffen sich Vertreter aus Dänemark und Norddeutschland auf Lolland, um über eine gemeinsame Linie für die grenzüberschreitende Kooperation zu beraten.

Femern Belt Development bringt am 7. und 8. Mai Wirtschaftsförderer aus Næstved, Vordingborg und Lolland-Falster mit ihren deutschen Kollegen aus Lübeck, Stormarn, Bad Segeberg und dem Herzogtum Lauenburg zu einem Seminar in Langø auf Lolland zusammen.

Gemeinsame Strategie für die Fehmarnbelt-Region

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die wirtschaftlichen Chancen der künftigen festen Fehmarnbelt-Querung besser und koordinierter nutzen lassen. Nach Einschätzung der Initiatoren reicht es nicht aus, die Zusammenarbeit nur projektbezogen oder anlässlich einzelner deutsch-dänischer Veranstaltungen zu organisieren. Stattdessen soll ein dauerhaftes strategisches Fundament für die Kooperation geschaffen werden.

„Wir wollen die Grundlage für eine gemeinsame strategische Ausrichtung der künftigen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit schaffen. Die feste Fehmarnbelt-Querung rückt näher, und auf beiden Seiten wächst das Bewusstsein dafür, dass es einer koordinierten deutsch-dänischen Anstrengung bedarf, um das volle Potenzial der Verbindung auszuschöpfen“, sagte Stig Rømer Winther, Geschäftsführer von Femern Belt Development.

Ein weiteres Thema des Treffens ist die gemeinsame Vermarktung der Region zwischen Køge und dem nördlichen Rand Hamburgs. Mit der neuen Verbindung, so die Erwartung, könnten Ost-Dänemark und Norddeutschland ihre Rolle als Drehscheibe für Transport, Handel, Innovation und Investitionen deutlich ausbauen.

„Mit der festen Fehmarnbelt-Querung erhalten Ost-Dänemark und Norddeutschland eine stärkere Funktion als Bindeglied, nicht nur im Verkehr, sondern auch für Handel, Innovation und Investitionen. Das kann Unternehmen, Fachkräfte und Kapital anziehen, wenn die Chancen frühzeitig und entschlossen genutzt werden“, sagte Winther.

Grenzüberschreitende Projekte und neue Strukturen

Darüber hinaus wollen die Teilnehmer beraten, wie grenzüberschreitende Kooperationen zwischen Unternehmen gezielt gestärkt werden können. Die feste Verbindung eröffnet aus Sicht der Organisatoren neue Möglichkeiten beim Zugang zu Märkten, bei internationalen Partnerschaften sowie auf einem erweiterten Arbeitsmarkt.

Auch institutionelle Fragen stehen auf der Agenda. Die dänischen und deutschen Wirtschaftsförderungsorganisationen sind Teil eines Antrags für das Interreg-Projekt „Femernbelt Growth Corridor“. Das Vorhaben soll mit einem Budget von 1,7 Millionen Euro die Voraussetzungen für eine stärker integrierte Fehmarnbelt-Region schaffen.

Geprüft werden soll dabei auch die Gründung einer gemeinsamen deutsch-dänischen Entwicklungsgesellschaft, etwa in Form eines Europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit, um künftige grenzüberschreitende Projekte auf eine tragfähige rechtliche Basis zu stellen.

Über die Förderung des Interreg-Projekts soll im Juni entschieden werden. Nach Angaben von Femern Belt Development laufen die inhaltlichen Vorbereitungen jedoch bereits, weshalb das Seminar auch dazu dienen soll, Erwartungen und Zielsetzungen frühzeitig aufeinander abzustimmen.

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