Region Seeland ist der Landesteil, in dem Arbeitgeber die größten Schwierigkeiten haben, offene Stellen zu besetzen.
Das geht aus einer neuen Rekrutierungsumfrage für das Frühjahr 2026 der dänischen Arbeitsmarkt- und Rekrutierungsbehörde STAR hervor. In Region Seeland blieben 11,8 % der Rekrutierungsversuche ohne Einstellung, verglichen mit 10,5 % landesweit. Insgesamt gab es in der Region von Juni bis November 2025 6.100 erfolglose Rekrutierungsversuche.
Landesweit konnten Arbeitgeber im Berichtszeitraum 46.800 Stellen nicht besetzen. Das waren etwas weniger als in der vorherigen Erhebung, als die Zahl bei 50.700 lag. Gleichzeitig sank der Anteil der erfolglosen Rekrutierungsversuche von 11,1 % auf 10,5 %.
Obwohl sich die Lage leicht entspannt hat, sind die Rekrutierungsprobleme in den vergangenen zwei Jahren auf einem relativ stabilen Niveau geblieben. Dem Bericht zufolge bewegt sich der Arbeitskräftemangel weiterhin auf einem Niveau, das in etwa mit 2019 vergleichbar ist.
Mangel an Elektrikern
Hinter dem regionalen Durchschnitt verbergen sich vor allem Engpässe bei Elektrikern sowie bei Sozial- und Gesundheitsassistenten. In beiden Berufsgruppen blieben in Region Seeland 24 % der Rekrutierungsversuche ohne Einstellung. Auch Sozial- und Gesundheitshilfen sowie Psychologen sind knapp, mit Anteilen von 15 bzw. 14 %.
Landesweit sind die Rekrutierungsprobleme in den Bereichen Metall, Eisen und Kfz sowie im Baugewerbe am größten. Dort bleiben 19 % der Rekrutierungsversuche ohne Einstellung. Am anderen Ende der Skala liegen Büro, Verwaltung, Rechnungswesen und Finanzen mit 4 % sowie Reinigung, Gebäudeservice und Abfallwirtschaft mit 6 %.
Der Bericht zeigt auch, dass Unternehmen oft Kompromisse eingehen müssen, um eine Stelle zu besetzen. In 13 % der Rekrutierungsversuche wurde die Stelle mit einem Kandidaten besetzt, der nicht über alle gewünschten Qualifikationen verfügte. Besonders ausgeprägt ist dies in Region Seeland und in Nordjütland. Arbeitgeber nennen vor allem fehlende Berufserfahrung als größtes Problem bei den Bewerbern.