Unbekannter Akteur will großes Rechenzentrum auf Lolland bauen
Ein großes Rechenzentrum könnte auf dem südlichen Lolland entstehen. Die Kommune hat eine Anfrage von einem bisher unbekannten Akteur erhalten und nimmt nun die ersten Schritte im Planverfahren in Angriff.
So stellen sich die Entwickler das kommende KI-Datenzentrum im Business Park Falster vor. Nun gibt es Pläne für ein Datenzentrum auf Lolland. GARBE Data Centers GmbH All Rights Reserved
Ein großes Rechenzentrum könnte bei Rødby entstehen.
Das Projekt umfasst ein Areal von rund 114 Hektar. Das entspricht fast 160 Fußballfeldern. Nach Angaben der Kommune könnte das Rechenzentrum zwischen 390 und 450 neue Arbeitsplätze schaffen.
Am Montag soll der Klima-, Technik- und Umweltausschuss der Lolland Kommune entscheiden, ob für das mögliche Bauprojekt eine Ideenphase eingeleitet wird.
Gedacht ist, dass das Datenzentrum in diesen beiden rot markierten Gebieten liegen soll. Grafik: Kommune Lolland
Eine Entscheidung über das Rechenzentrum selbst ist damit noch nicht gefallen. Die Kommune hat über einen dänischen Projektentwickler eine Anfrage von einem nicht näher genannten Akteur erhalten. Dieser interessiert sich für ein Gebiet an der Ottelundevej und südlich der Lundegårdsvej bei Rødby.
Zwei Teilgebiete
Das vorgesehene Areal ist in zwei Teilgebiete aufgeteilt. Sie liegen nördlich und südlich der Flächen der Naturbehörde bei Næsbækken.
Laut der Sachvorlage wird das Gebiet im Südwesten von einer Bahnstrecke und im Südosten von der künftigen neuen Autobahn begrenzt.
Nach Angaben der Kommune erfüllt das Areal die Anforderungen an Stromversorgung und Größe. Derzeit liegt das Gebiet im Außenbereich.
Henrik Jacobsen (C), Vorsitzender des Klima-, Technik- und Umweltausschusses, kennt den Akteur hinter der Anfrage nicht. Er begrüßt das Interesse jedoch.
- Ich hoffe und gehe davon aus, dass es seriöse Leute sind und dass das, was sie planen, auch tatsächlich umgesetzt wird. Ich freue mich, dass jemand auf uns aufmerksam geworden ist, und wir möchten gerne, dass hier etwas passiert. Für Lolland wäre es gut, diese Arbeitsplätze zu bekommen. Und wir werden natürlich alles tun, was wir können, damit sich die Mitarbeiter auch hier niederlassen, sagt er.
Auch die Lage spricht aus seiner Sicht für das Projekt.
- Das Gebiet liegt in der Nähe unseres bestehenden Gewerbegebiets. Deshalb würde es sehr gut hineinpassen, fügt er hinzu.
Das Projekt steht noch ganz am Anfang. Zunächst müssen die Politiker entscheiden, ob eine Ideenphase eingeleitet werden soll. In diesem Fall soll auch eine Bürgerversammlung stattfinden, bevor die Planungen möglicherweise weitergehen.