Zum zweiten Mal in Folge endet der Jahresabschluss von Codan Medical in Rødby mit einem Millionenverlust. Im Jahr 2024 betrug das Ergebnis minus 7,3 Mio. kr. - eine weitere Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahr, als das Ergebnis minus 4,4 Mio. kr. betrug.
Der Bruttogewinn ist gleichzeitig um über 20 Prozent gesunken und lag bei 51,6 Mio. kr. Das ist fast eine Halbierung seit 2022. Auch die Anzahl der Mitarbeiter ist deutlich gesunken. Codan Medical hatte im letzten Jahr durchschnittlich 120 Vollzeitbeschäftigte gegenüber 152 im Vorjahr.
„Die Geschäftsführung hält das Jahresergebnis für unbefriedigend“, heißt es nüchtern im Geschäftsbericht.
Exportunternehmen mit Sitz auf Lolland
Die Produktion befindet sich in Rødby, während der Verkauf über die Landesgrenzen hinausgeht und man Verkaufsbüros in mehreren Ländern hat und eng mit Krankenhäusern und Distributoren zusammenarbeitet.
Kennzahlen für CODAN Medical
• Jahresergebnis: -7,3 Mio. kr. (2023: -4,4 Mio. kr.)
• Bruttogewinn: 51,6 Mio. kr. (gesunken von 64,7 Mio. kr.)
• Ergebnis vor Steuern: -8,9 Mio. kr.
• Dividende an die Eigentümer: 30 Mio. kr.
• Flüssige Mittel: 42,5 Mio. kr. (2023: 83,3 Mio. kr.)
• Eigenkapital: 82,7 Mio. kr. (2023: 130 Mio. kr.)
• Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter: 120 (2023: 152)
Trotzdem hat das Unternehmen Schwierigkeiten, das Niveau zu halten. Das Ergebnis des primären Betriebs betrug ein Minus von 10,1 Mio. kr. Es ist das dritte Jahr in Folge mit Rückgang und steht in starkem Kontrast zu 2021, als der Betrieb einen Gewinn von 28 Mio. kr. erzielte.
Das Eigenkapital ist immer noch solide und beträgt knapp 83 Mio. kr., und das Unternehmen hat keine langfristigen Schulden. Im Gegenzug sind die liquiden Mittel halbiert worden - von 83 Mio. kr. im Jahr 2023 auf 42 Mio. kr. Ende 2024.
Investitionen auf Eis gelegt
Codan Medical hat seine Investitionen weitgehend gestoppt. Im Jahr 2024 gab das Unternehmen nur 427.000 kr. für neue Anlagegüter aus - das niedrigste Niveau seit fünf Jahren. Zum Vergleich: Früher lagen die Investitionen in der Größenordnung von 14-15 Mio. kr. pro Jahr.
Es gibt noch einige laufende Anlageprojekte, aber der Wert von Maschinen und Ausrüstung ist stetig gesunken. Die Abschreibungen ziehen nach unten, und das Gesamtniveau der Produktion scheint niedriger als zuvor zu sein.
Hohe Dividenden - trotz roter Zahlen
Gleichzeitig mit dem Defizit entschied sich das Unternehmen, 30 Mio. kr. als Dividende an die Eigentümer auszuschütten. Das geschah auch im letzten Jahr - damals mit 40 Mio. kr. Die Dividenden wurden aus dem Eigenkapital entnommen, das in den letzten zwei Jahren merklich kleiner geworden ist.
Der Eigentümerkreis besteht aus Deirdre, Alexandra und Stefanie Husted-Andersen, die auch die Geschäftsführung bilden. Laut CVR hat jede von ihnen ein Drittel der Eigentumsanteile und Stimmrechte.
Erwartet Plus in 2025 - ohne Erklärung
Trotz des Defizits und der rückläufigen Aktivität rechnet die Geschäftsführung mit einem positiven Ergebnis im Jahr 2025. Der Jahresabschluss enthält jedoch keine Erklärung, worauf diese Erwartung basiert. Es werden weder neue Aufträge, Produkte noch strategische Maßnahmen erwähnt.
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