Die Vorbereitungen für ein mögliches Rechenzentrum im Wert von rund 20 Milliarden Kronen auf Nordfalster sind einen Schritt weitergekommen.
Archäologische Ausgrabungen haben nun auf dem Gelände bei Nørre Alslev begonnen, wo der deutsche Rechenzentrumsentwickler GARBE plant, ein großes Rechenzentrum in der Nähe der Südautobahn zu errichten.
Insgesamt sollen etwa 57.000 Quadratmeter archäologisch untersucht werden, bevor das Gebiet für den Bau freigegeben werden kann.
Archäologische Untersuchungen sind ein fester Bestandteil der Vorbereitung, bevor größere Bauprojekte beginnen können. Wenn umfangreiche historische Funde gemacht werden, kann dies zu größeren und teureren Ausgrabungen führen und damit Projekte verzögern.
Budget von 6-7 Millionen Kronen
In den Ausschreibungsbedingungen für den Verkauf des Gewerbegebiets ist festgelegt, dass die Gemeinde Guldborgsund den Handel annullieren kann, wenn die Kosten für archäologische Ausgrabungen zu hoch werden.
Dies ist hier jedoch nicht der Fall.
- Der Zeitrahmen und das Budget sind festgelegt. Es kann daher den Zeitplan für das Projekt nicht beeinflussen, teilt die Gemeinde Guldborgsund mit.
Für die Arbeiten sind zwischen 6 und 7 Millionen Kronen vorgesehen. Das Budget wurde sowohl von der Gemeinde Guldborgsund als auch von der Schloss- und Kulturbehörde genehmigt, und der Plan ist, dass das Gebiet im Laufe des Sommers für den Bau freigegeben werden kann.
Bereits in den ersten Ausgrabungen wurden Grabhügel sowie Spuren von Höfen aus der Bronze- und Eisenzeit gefunden, teilt das Museum Lolland-Falster mit.
Das Rechenzentrumsprojekt ist für ein Gebiet von etwa 35 Hektar bei Nørre Alslev geplant. Die Investition wurde zuvor auf etwa 20 Milliarden DKK geschätzt. Das Projekt befindet sich derzeit in einer Due-Diligence-Phase, in der der Investor die technischen, umweltbezogenen und rechtlichen Aspekte des Grundstücks prüft, bevor der Kauf endgültig abgeschlossen werden kann.
Einer der zentralen Klärungspunkte ist der sehr große Stromanschluss für die Anlage. Das Rechenzentrum kann einen Anschluss von bis zu 350 MW erfordern, was um ein Vielfaches höher ist als die derzeitige Spitzenlast der Gemeinde Guldborgsund.