Lolland-Falsters Folketidende A/S schloss das Jahr 2025 mit einem Gewinn vor Steuern von 3,1 Mio. DKK ab, gegenüber 2,4 Mio. DKK im Vorjahr. Der Jahresüberschuss stieg von 1,8 Mio. DKK auf 2,4 Mio. DKK. Gleichzeitig erhöhte sich das Eigenkapital von 11,8 Mio. DKK auf 14,2 Mio. DKK, während die liquiden Mittel von 4,8 Mio. DKK auf 8,8 Mio. DKK zunahmen.
Damit verbesserte Folketidende seine Bilanz erneut in einer Branche, die weiterhin unter starkem Druck steht. Das Betriebsergebnis stieg auf 2,6 Mio. DKK nach 2,3 Mio. DKK, obwohl der Rohertrag nahezu unverändert blieb.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Lars Hvidtfeldt betont, dass das Medienhaus gestärkt aus dem Jahr hervorgegangen ist.
„Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Für ein lokales Medienhaus ist das ein sehr gutes Resultat“, sagt er.
Druck von allen Seiten
Die Verbesserung folgt auf mehrere Jahre mit Einsparungen und Umstellungen im Medienhaus. Die Bilanz zeigt zugleich, dass die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten 2025 auf 60 sank, nach 67 im Vorjahr.
Fakten zum Folketidende-Abschluss
Überschuss vor Steuern: 3,1 Mio. kr. (2,4 Mio. kr.)
Jahresergebnis: 2,4 Mio. kr. (1,8 Mio. kr.)
Eigenkapital: 14,2 Mio. kr. (11,8 Mio. kr.)
Bilanzsumme: 32,4 Mio. kr. (29,7 Mio. kr.)
Liquide Mittel: 8,8 Mio. kr. (4,8 Mio. kr.)
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl: 60 (67)
Nach Angaben von Lars Hvidtfeldt ist das eine Notwendigkeit in einem Markt, in dem lokale Medien weiterhin unter Druck stehen.
„Wir versuchen ständig, der Entwicklung voraus zu sein. Wir bewegen uns in einem schrumpfenden Markt und müssen deshalb laufend darauf achten, wie wir am effizientesten produzieren. Wir konkurrieren mit großen Tech-Konzernen, denen es gleichgültig ist, was auf Lolland-Falster passiert. Das ist ein harter Kampf“, sagt er.
Hinter den Zahlen stehen mehrere Jahre, in denen das Medienhaus seine Organisation und Arbeitsabläufe an einen sich wandelnden Markt angepasst hat. Das digitale Geschäft gewinnt an Bedeutung, während Print weiterhin sowohl für die Reichweite als auch für die Wirtschaftlichkeit wichtig bleibt. Ziel ist es weiterhin, ein starkes und unabhängiges lokales Medium auf einer nachhaltigen wirtschaftlichen Grundlage zu sichern.
„Wir haben jetzt unseren Überschuss und unser Eigenkapital gestärkt, und daran müssen wir anknüpfen. Angesichts der Wettbewerbssituation steht man als lokales Medium immer unter Druck. Für uns ist es aber sehr wichtig, unabhängig zu bleiben und nicht in den Besitz anderer zu geraten. Wir sind überzeugt, dass uns das auch weiter gelingt“, sagt Lars Hvidtfeldt.
Das Ziel bleibt dasselbe
In den kommenden Jahren will Folketidende neue digitale Produkte entwickeln und näher an die Leser rücken. Digitale Abonnements und neue Formate sollen יחד mit dem Printgeschäft dazu beitragen, das Unternehmen weiterzuentwickeln.
Strategie und Ambitionen bleiben daher auch im kommenden Jahr unverändert.
„Die Tendenzen, die wir am Anzeigenmarkt gesehen haben, dürften sich 2026 fortsetzen, also ein weiterer Rückgang bei den traditionellen Medien. Gleichzeitig sehen wir jedoch eine positive Entwicklung bei unseren Wochenzeitungen und nicht zuletzt im Online-Verkauf“, sagt Geschäftsführer und Chefredakteur Ole Sloth.
Deshalb ist das Ziel laut Ole Sloth auch im laufenden Jahr erneut ein Überschuss.
„Die Reichweiten der Folketidende sind im Großen und Ganzen stabil geblieben, und wir verzeichnen historisch geringe Rückgänge bei den Zeitungsabonnements. Die Auflage sinkt jedoch weiter. Insgesamt erwarten wir daher ein Ergebnis in der Größenordnung des Vorjahres.“
FemernBusiness ist Teil der Folketidende-Gruppe, verfügt jedoch über redaktionelle Unabhängigkeit und berichtet über die Aktivitäten der Gruppe wie über alle anderen Unternehmen auch.