Die Fehmarnbelt-Verbindung sollte nicht nur an Baufortschritt und Milliardeninvestitionen gemessen werden. Sie sollte sich auch in Wachstum für lokale Unternehmen niederschlagen. Diese Botschaft formulierte EU-Spitzenbeamtin Sofia Alves zum Abschluss von Erhvervsfyrtårn Femern, einem Projekt, das Unternehmen dabei helfen soll, von den Chancen rund um die Verbindung zu profitieren.
Sofia Alves, Direktorin in der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung der Europäischen Kommission, DG REGIO, hob die Fehmarnbelt-Verbindung als Beispiel dafür hervor, wie große Infrastrukturinvestitionen auch die Entwicklung von Unternehmen und lokalen Gemeinschaften fördern können, die rund um das Projekt angesiedelt sind.
"Die eigentliche Herausforderung besteht nicht nur darin, neue Unternehmen zu schaffen, sondern die bestehenden in die Lage zu versetzen, zu wachsen und sich weiterzuentwickeln", heißt es von Sofia Alves in einer Pressemitteilung.
Sie betont, dass die Fehmarnbelt-Verbindung mit Unterstützung von EU-Mitteln zeige, wie gezielte Investitionen dazu beitragen können, lokale Unternehmen in Regionen zu stärken, in denen noch kein starkes Wirtschaftsgefüge vorhanden ist.
Neue Zusammenarbeit
Nach Angaben von Erhvervshus Sjælland sind im Rahmen von Erhvervsfyrtårn Femern mehr als 130 Unternehmen neue Kooperationen eingegangen, haben innovative Lösungen entwickelt und ihr Geschäft gestärkt.
Hinter dem Projekt stehen unter anderem Erhvervshus Sjælland sowie Bildungseinrichtungen, Wissensmilieus und Wirtschaftspartner. Im Mittelpunkt standen nachhaltige Großinfrastruktur und Unternehmensentwicklung mit Ausgangspunkt in der Fehmarnbelt-Verbindung.
Aus Sicht von Erhvervshus Sjælland ist entscheidend, dass große Investitionen nicht automatisch lokales Wachstum schaffen.
"Die Fehmarnbelt-Verbindung schafft nicht von selbst lokales Wachstum. Sie muss in Chancen für die Unternehmen übersetzt werden", sagt Direktorin Line Fossing Riel.