Seit dem 1. Januar hat die Verkehrsbehörde 33.159 Bußgelder wegen fehlender Zahlung der neuen kilometerbasierten Straßenbenutzungsgebühr für Lastwagen ausgestellt. Dies geht aus einer Einsicht hervor, die FemernBusiness erhalten hat.
Die Gebühr gilt für Fahrzeuge über 12 Tonnen und wird basierend auf der Emissionsklasse des Fahrzeugs und der Anzahl der gefahrenen Kilometer auf Staats- und Kommunalstraßen berechnet. Die Zahlung erfolgt automatisch über eine Box im Lastwagen - oder manuell über ein digitales Ticket.
22.298 Bußgelder wurden an ausländische Lastwagen vergeben – hauptsächlich aus Polen, Deutschland und den Niederlanden. 10.861 Bußgelder erhielten dänische Fuhrunternehmen.
Das System, das von Sund & Bælt betrieben wird, wurde seit seiner Einführung wegen technischer Fehler und Unvorhersehbarkeit kritisiert. Mehrere Branchenakteure berichteten von Bußgeldern, obwohl die Straßenbenutzungsgebühr ihrer Meinung nach korrekt bezahlt wurde, und viele haben sich beschwert.
Laut der Verkehrsbehörde wurden 13.147 Einsprüche eingereicht - fast die Hälfte von ausländischen Fuhrunternehmen.
Ausländische Lastwagen mit den meisten Bußgeldern
Polen: 6.328 Bußgelder
Deutschland: 3.909 Bußgelder
Niederlande: 2.745 Bußgelder
Rumänien: 2.220 Bußgelder
Bulgarien: 2.048 Bußgelder
Schweden: 1.003 Bußgelder
Eines der Unternehmen, das früh betroffen war, ist Sax-Trans in Sakskøbing. Direktor Peter Flensted gibt an, dass die acht Bußgelder, über die er ursprünglich Beschwerde eingelegt hatte und die abgelehnt wurden, inzwischen erlassen wurden.
Erneutes Vertrauen
Er erlebt, dass sowohl Behörden als auch Fuhrunternehmen besser darin geworden sind, die Regeln zu handhaben.
- Ich habe ein gewisses Vertrauen gewonnen, dass jetzt zugehört wird und dass wir alle besser verstehen, wie das System funktioniert, sagt er.
Das Unternehmen hat auch ein neuntes Bußgeld erhalten. Dieses war korrekt und wurde nicht erlassen.
DI Transport hat ein Modell vorgeschlagen, bei dem Fuhrunternehmer die Maut im Falle technischer Ausfälle nachzahlen können und somit ein Bußgeld vermeiden, wenn der Fehler dokumentiert werden kann.
DTL - Danske Vognmænd fordert seine Mitglieder auf, den Fall einzureichen, wenn sie der Meinung sind, dass ein Bußgeld ungerechtfertigt ist. Dies soll dazu beitragen, dass Fehler erkannt und das System kontinuierlich verbessert wird.
Bußgelder steigen
Ab dem 1. Juli werden die Regeln weiter verschärft. Hier steigt der Bußgeldsatz von 4.500 auf 9.000 Kronen pro Verstoß. Gleichzeitig tritt eine neue Regel in Kraft, die es ermöglicht, ausländischen Fahrzeugen die Durchfahrt über Brücken und Tunnel zu verweigern, wenn sie unbezahlte Bußgelder haben, die gerichtlich entschieden wurden. Fahrer müssen die Zahlung vor Ort nachweisen, beispielsweise durch Sofortüberweisung.
Das Ziel ist laut Verkehrsministerium, eine einheitliche Durchsetzung für dänische und ausländische Akteure zu gewährleisten.