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Deutsche Unternehmen bereit, Chancen zu nutzen

Dänische und deutsche Geschäftsleute trafen sich in Maribo, um die Zusammenarbeit zu stärken und voneinander zu lernen. Die dänische Tatkraft und Digitalisierung wecken Bewunderung südlich der Grenze, während Lolland als Vorbild für Entwicklung und internationale Zusammenarbeit hervorgehoben wird.

Eine Delegation deutscher Unternehmen hat Lolland besucht.
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Die Fehmarnbelt-Verbindung ist nicht nur ein Bauprojekt, sondern der Beginn eines neuen gemeinsamen Wirtschaftsraums zwischen Dänemark und Deutschland. Das meinen eine Reihe deutscher Geschäftsleute, die gerade Lolland besucht haben, um sich von der dänischen Art der Unternehmensführung inspirieren zu lassen.

Die Delegation der Wirtschaftsorganisation IHK zu Lübeck und des Netzwerks HanseBelt e.V. machte einen Abstecher nach Maribo, um sich mit dänischen Partnern zu treffen und mehr über Unternehmertum, Digitalisierung und Kooperationsmöglichkeiten in der Region zu erfahren.

- Wir brauchen den Dialog, um voneinander zu lernen. Die Dänen sind manchmal weiter als wir, sagte Manfred Braatz, Leiter des IHK-Wirtschaftsteams.

Ein Unternehmen in zwei Tagen

Laut Mirko Schönfeldt von Baltic Facility Solutions ist Dänemark ein Vorbild, wenn es um einfache Verwaltung und Digitalisierung geht. Ein Unternehmen kann in zwei Tagen für etwa 6.500 Euro gegründet werden, und das meiste läuft online ab.

- Das dänische Erfolgsrezept ist einfach: einfach machen, sagte Schönfeldt mit einem Lächeln.

Er betonte gleichzeitig, dass jeder, der mit dänischen Unternehmen zusammenarbeiten möchte, Netzwerke und Vertrauen aufbauen und idealerweise ein wenig Dänisch sprechen sollte. 

- Lolland ist ein gutes Beispiel für eine Region, die sich im Einklang mit dem Tunnelbau entwickelt. Für deutsche Handwerker sind die Löhne höher, die Arbeitszeiten kürzer, es gibt keinen Grund, nicht hierher zu kommen, abgesehen von der Sprache. Das ist der Schlüssel zum Erfolg, sagte er.

Lolland wird internationaler

Auch Stig Rømer Winther, Direktor von Femern Belt Development, sieht große Möglichkeiten über die Grenze hinweg. Er wies insbesondere auf den Bedarf an internationalen Schulen hin, um Arbeitskräfte und Familien anzuziehen.

- Die internationale kommunale Schule in Maribo hat seit ihrer Eröffnung volle Klassen. Das ist eine Erfolgsgeschichte, erzählte er. 

Die niedrigen Wohn- und Lebenshaltungskosten machen Lolland attraktiv für Akademiker, die zunehmend in die Region ziehen. 

- Wir werden langsam internationaler.

Die Arbeitskräfte der Zukunft sollen gemeinsam ausgebildet werden

Bo Rasmussen vom Installationsunternehmen Obelitz Ny-EL ApS forderte dazu auf, dass Unternehmen zusammenarbeiten, um Schüler und Studenten grenzüberschreitend auszubilden.

- Das sind unsere zukünftigen Fachkräfte, sagte er.

Bei Obelitz arbeiten die Mitarbeiter eng zusammen. Alle kennen die Preise und können selbst Angebote und Rechnungen erstellen. 

- Wenn Menschen Verantwortung und Einblick erhalten, wird das Unternehmen sowohl effizienter als auch motivierter, erklärte er.

Ein gemeinsames Gewerbegebiet

Der Vorsitzende von HanseBelt, Arndt Schanze, sieht große Möglichkeiten in der wachsenden Fehmarnbelt-Region.

- Wir haben eine einzigartige Ausgangsposition und müssen die Zusammenarbeit mit Unternehmen in Dänemark stärken. Das erfordert, dass wir offen für neue Ideen sind und nicht in kleinen lokalen Rahmen denken, sagte er.

Technologie und Innovation werden in diesem Prozess ebenfalls Schlüsselwörter sein. Filia Severin, Leiterin des IHK-Brancheteams, betonte, dass künstliche Intelligenz und Robotertechnologie große Bedeutung für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit haben werden.

Die Delegation besuchte unter anderem das Unternehmen S.E.W. North Filtration in Maribo, das seit 2011 seine Produktion Schritt für Schritt automatisiert hat. 

- Das Unternehmen zieht Mitarbeiter an, die Leute kommen von selbst hierher, erzählte Severin.

Sie wies darauf hin, dass viele Unternehmen im HanseBelt-Gebiet bereits modern und innovativ arbeiten. 

- Wir möchten den Blick nach Skandinavien fördern, damit unsere Unternehmen, wie die dänischen, einfach den Mut haben, es zu tun.

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