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Energinet: Freie Netzkapazität wird schwerer zu finden

Die Jagd nach freier Kapazität für Solaranlagen, Rechenzentren und andere energieintensive Projekte hat begonnen

Strom kann knapp werden. Besonders, wenn man sehr viel davon benötigt.
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Unternehmen und Energieprojekte stehen zunehmend vor einem neuen Engpass: Fehlende Kapazität im dänischen Stromnetz. Die Nachfrage nach neuen Stromanschlüssen von unter anderem Rechenzentren, Batteriespeichern, großen Industrieunternehmen sowie Solar- und Windprojekten wächst so schnell, dass die verfügbare Kapazität an mehreren Stellen bereits erschöpft ist.

Laut Energinet wird das Stromübertragungsnetz für einige Jahre eine knappe Ressource sein, was Wartezeiten und längere Anschlussprozesse für neue Geschäftsprojekte bedeuten kann.

- Was gestern noch angeschlossen werden konnte, kann morgen bereits ausgebucht sein. Verfügbare Kapazität wird eine immer begrenztere Größe, sagt Kim Willerslev Jakobsen, Direktor für Systemverantwortung bei Energinet.

Wenn es zu Einschränkungen im Übertragungsnetz kommt, pflanzen sich diese schnell auf die lokalen Verteilnetze fort. Damit können Kapazitätsprobleme direkte Auswirkungen auf Unternehmen haben, die Elektrifizierung, Erweiterung oder neue energieintensive Investitionen planen.

Gleichzeitig sind mehrere Ausbauprojekte im Stromnetz bereits von Verzögerungen aufgrund langer behördlicher Prozesse und verschobener Zeitpläne betroffen.

Was ist was?

Übertragungsnetz: Das übergeordnete Hochspannungsnetz, das von Energinet betrieben wird.
Verteilnetz: Die lokalen Stromnetze bei den Netzgesellschaften, die an die Kunden weiterleiten.
Netzkapazität: Wie viel das Stromnetz hier und jetzt bewältigen kann, ohne den Betrieb zu belasten.
Anschluss: Wenn eine Anlage oder ein Unternehmen an das Stromnetz angeschlossen wird und Zugang zur Kapazität erhält.
Schnittstelle: Der Punkt bei Umspannwerken, an dem Übertragungsnetz und Verteilnetz aufeinandertreffen.

Unternehmen können Wartezeiten erleben 

Energinet erwartet, dass der Druck auf das Netz in bestimmten Zeiten bedeuten kann, dass neue Solarparks, Batteriesysteme, Ladelösungen und große Stromverbraucher länger auf den Anschluss warten müssen.

- Auch wenn wir so schnell ausbauen, wie wir können, wird das Stromübertragungsnetz immer stärker belastet, sagt Kim Willerslev Jakobsen und betont, dass neue Nachfrage die Versorgungssicherheit für bestehende Kunden nicht gefährden darf.

Neue Zusammenarbeit soll freie Megawatt finden 

Um die Folgen abzumildern, haben Energinet und die Netzbetreiber des Landes eine schnell arbeitende Gruppe eingesetzt, die einen genaueren und aktuelleren Überblick über die Kapazität auf beiden Seiten der mehr als 200 Umspannwerke schaffen soll, die die Übertragungs- und Verteilnetze verbinden.

Das Ziel ist, die bestehende Netzkapazität besser zu nutzen und freie Megawatt für Unternehmen, Heizwerke, Ladestationen und neue Energieprojekte schneller zu identifizieren.

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