Das Konsortium hinter der Ausgrabung des Tunnelgrabens der Fehmarn-Verbindung liefert erneut einen deutlichen Überschuss.
Fehmarn Belt Contractors I/S, das im Besitz der niederländischen Unternehmen Boskalis und Van Oord ist, schließt das Jahr 2025 mit einem Ergebnis von 125,9 Mio. DKK ab, verglichen mit 100,6 Mio. DKK im Vorjahr. Gleichzeitig ist der Umsatz auf 292,5 Mio. DKK von 1,08 Mrd. DKK im Vorjahr gesunken, was widerspiegelt, dass die Hauptaufgabe des Projekts weitgehend abgeschlossen ist.
Das Konsortium war verantwortlich für eines der zentralsten Bauvorhaben der Fehmarn-Verbindung, nämlich die Ausgrabung des 17,6 Kilometer langen Tunnelgrabens auf dem Meeresboden zwischen Lolland und Fehmarn, in den später die 89 Tunnelsegmente abgesenkt werden sollen. Die Arbeiten liefen über mehrere Jahre und umfassten auch die Errichtung eines Arbeitshafens sowie umfangreiche Landgewinnung auf beiden Seiten des Gürtels.
98 Prozent fertig
Gerade die Landgewinnung gibt ein klares Bild davon, wie weit das Bauvorhaben fortgeschritten ist. Laut dem Bericht sind 98 % der Arbeiten zur Schaffung der neuen Landflächen nun abgeschlossen, und die Flächen sind weitgehend bereits an den Bauherrn übergeben worden. Damit fehlen nur noch die letzten verbleibenden Arbeiten, bevor das Bauvorhaben vollständig abgeschlossen ist.
Dies spiegelt sich direkt in der Wirtschaftlichkeit wider. Während der Umsatz stark sinkt, da große Mengen Erde bewegt und platziert wurden, ist der Gewinn deutlich gestiegen. Die Bruttomarge wurde im Vergleich zum Vorjahr erheblich gesteigert, was darauf hindeutet, dass die Arbeiten in der Endphase weniger kostenintensiv sind, nachdem die intensivsten Ausgrabungsaktivitäten abgeschlossen sind. Das Eigenkapital ist gleichzeitig auf 276,8 Mio. DKK gewachsen.
Die Arbeiten an der Tunnelrinne sind formell abgeschlossen und mit dem Bauherrn Femern A/S abgerechnet. In diesem Zusammenhang zahlte das Konsortium eine Entschädigung, weil Teile der Rinne zu tief gegraben wurden. Die Entschädigung wird nicht gesondert im Jahresabschluss ausgewiesen, sondern ist stattdessen in den gesamten Vertragseinnahmen berücksichtigt.
Laufende Anpassungen
Obwohl der Auftrag damit abgeschlossen ist, spielt die Rinne weiterhin eine zentrale Rolle im Projekt. Der Hauptauftragnehmer Femern Link Contractors hat anschließend abgelehnt, die Rinne in ihrer jetzigen Form zu genehmigen, und damit ist eine vertraglich abgeschlossene Arbeit zu einem Engpass in der nächsten Phase geworden, in der die Tunnelsegmente abgesenkt werden sollen.
Im Jahresabschluss beschreibt das Konsortium die Arbeit selbst als technisch anspruchsvoll. Nach mehreren Jahren Arbeit weisen sie darauf hin, dass die Bodenverhältnisse nicht immer den ursprünglichen Erwartungen entsprochen haben und die Arbeit daher laufende Anpassungen erforderte. Gleichzeitig wird deutlich, dass externe Bedingungen während der Planung Herausforderungen mit sich brachten.
Die Aktivitäten der Fehmarn Belt Contractors werden nun deutlich geringer. Im Jahr 2026 erwartet das Konsortium nur einen bescheidenen Gewinn, was unterstreicht, dass der Auftrag tatsächlich kurz vor dem Abschluss steht, während das Femern-Projekt insgesamt in die nächste Phase übergeht.