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Femern A/S: Die Eröffnung im Jahr 2029 ist erheblich herausgefordert

Femern A/S bestätigt Verzögerungen durch Schiffslieferprobleme und Wetterbedingungen, die den Zeitplan erheblich beeinflussen.

Veröffentlicht Geändert

Die Unsicherheit über die Eröffnung der Fehmarn-Verbindung im Jahr 2029 wächst. Nun meldet Femern A/S selbst - der Bauherr hinter dem Tunnel unter dem Fehmarnbelt - in seinem Jahresbericht für 2024, dass der Zeitplan erheblich herausgefordert ist. Der Eröffnungszeitpunkt muss neu bewertet werden, wenn die ersten Tunnelelemente auf dem Meeresboden platziert sind.

Damit bestätigt das Unternehmen das Bild, das die Muttergesellschaft Sund & Bælt bereits in ihrem eigenen Jahresbericht Anfang des Jahres gezeichnet hatte. Es ist das erste Mal, dass die Projektorganisation hinter dem Bau offiziell anerkennt, dass der Tunnel möglicherweise nicht wie geplant Ende 2029 eröffnet wird.

Die Tunnelarbeiten sind verzögert

Laut Femern A/S sind die Verzögerungen auf Probleme mit der Lieferung von Spezialschiffen zurückzuführen, die für das Absenken der Tunnelelemente benötigt werden. Hinzu kommen wetterbedingte Einschränkungen, die bedeuten, dass die Installation nur in bestimmten Jahreszeiten erfolgen kann. Ende 2024 war der Tunnelgraben fertig ausgehoben, und sieben Standardelemente sowie zwei Spezialelemente wurden in Rødbyhavn produziert. Die Produktion funktioniert stabil, aber das Absenken der Elemente hat noch nicht begonnen. Der Plan war, dass das erste Element vor einem Jahr platziert werden sollte.

Femern A/S betont im Jahresbericht, dass die Verzögerungen den gesamten Eröffnungszeitpunkt verschieben können. "Der Eröffnungszeitpunkt Ende 2029 ist erheblich herausgefordert und wird neu bewertet, wenn die ersten Tunnelelemente platziert sind," heißt es.

Deutscher Fortschritt - aber große Unsicherheit

Auf deutscher Seite hat die Deutsche Bahn im April 2025 angekündigt, dass der Bau eines neuen Tunnels unter dem Fehmarnsund im Sommer 2026 beginnen kann. Der Tunnel soll die Insel Fehmarn mit dem deutschen Festland verbinden, und der Plan ist, dass der Fehmarnsund-Tunnel gleichzeitig mit dem Fehmarnbelt-Tunnel fertiggestellt wird. Aber trotz des neuen Plans bleibt die Unsicherheit groß.

Professor: Der Güterverkehr verzögert sich bis 2032 oder 2033

Laut Professor Jan Ninnemann von der Hamburg School of Business Administration ist es positiv, dass Deutschland einen Plan hat, aber er erwartet nicht, dass der Zugverkehr 2029 in Gang kommt. 

- Nein, das glaube ich nicht. Aber im Vergleich zu früher, als man riskierte, dass die Güterzüge erst 2040 rollen, ist dies ein klarer Fortschritt, sagt er. 

Ninnemann schätzt, dass der Güterverkehr erst 2032 oder 2033 wirklich in Gang kommen kann.

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