Sund & Bælt erkennt an, dass die Tunnelrinne mehr Anpassung erfordert als zunächst angenommen, hält jedoch an dem Ziel fest, die erste Absenkung im Jahr 2025 durchzuführen. Pressesprecher Jens Villemoes hebt hervor, dass die Bauunternehmer die Stellen, an denen die Rinne tiefer als geplant gegraben wurde, kompensieren können und der Prozess daher weiterhin dem Plan folgt.
FemernBusiness hat gefragt, wann die Tunnelrinne an den Bauunternehmer übergeben werden kann und wann Sund & Bælt/Femern A/S erstmals von den Problemen erfahren hat.
Auf diese Fragen antwortet Sund & Bælt nicht direkt. Jens Villemoes gibt stattdessen an, dass das Baukonsortium Femern Link Contractors (FLC) seit dem 1. Juli 2024 auf dänischer Seite und dem 1. November 2024 auf deutscher Seite Zugang zur Rinne hat. Anschließend haben geotechnische Untersuchungen gezeigt, dass Teile der Rinne etwas tiefer als geplant gegraben wurden.
- Dies können die Bauunternehmer kompensieren, indem sie die Schicht aus Schotter unter den Tunnelsegmenten etwas dicker machen, sagt Jens Villemoes.
Bedarf an größerer Anpassung
Er betont, dass die Bauunternehmer die Rinne immer vor der Absenkung anpassen mussten.
- Der Prozess verläuft wie erwartet, jedoch mit einem größeren Bedarf an Anpassung der Tunnelrinne als zunächst angenommen, sagt Jens Villemoes.
Gleichzeitig weist er darauf hin, dass das speziell gebaute Schiff Ivy noch nicht von der Schifffahrtsbehörde zugelassen ist. Ivy ist ein Prototyp, der speziell für das Projekt gebaut wurde, und die Vorbereitung hat länger gedauert als erwartet.
- Es ist natürlich nicht möglich, Tunnelelemente abzusenken, bevor dieses Schiff getestet und zugelassen ist, sagt Jens Villemoes.
- Das Ziel bleibt unverändert, dass die Absenkung später in diesem Jahr erfolgt. Das Timing ist mit großer Unsicherheit behaftet aufgrund der großen Komplexität des Prozesses, bei dem weder wir noch unser Auftragnehmer Kompromisse bei der Sicherheit eingehen werden.
Jens Villemoes fügt hinzu, dass der Statusbericht ein Vorschlag der Auftragnehmer ist und Teil des vertraglichen Dialogs - und dass das Unternehmen daher nicht weiter ins Detail gehen möchte.