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Femern-Direktor zieht Kritik zurück

Die Geschäftsführung der Femern Link Contractors zieht kritischen Brief in hitzigem Konflikt mit dem Verkehrsministerium zurück.

Die Kritik des FLC-Direktors Sébastien Bliaut wurde am Tag nach ihrer Übermittlung an das Verkehrsministerium zurückgezogen. Archivfoto: Anders Knudsen
Veröffentlicht

Die geschäftsführung des hauptauftragnehmers Femern Link Contractors hat offiziell eine e-mail zurückgezogen, die der geschäftsführer des konsortiums, Sébastien Bliaut, an den abteilungsleiter des verkehrsministeriums mitten im konflikt um das Fehmarnbelt-projekt gesendet hatte.

In einer anfrage vom 9. dezember kritisierte Bliaut die grundlage für die bewertungen des ministeriums zur situation auf der baustelle und verwendete unter anderem die formulierung, dass es sich um eine verwaltungskrise handele. Am nächsten tag wird jedoch alles zurückgezogen.

Die geschäftsführung setzt ein zeichen

Die Korrespondenz im Femern-Fall

19. November 2025: Sébastien Bliaut, Geschäftsführer von Femern Link Contractors, kontaktiert den Staatssekretär des Verkehrsministeriums, Jacob Heinsen, über LinkedIn.

5. Dezember 2025: Staatssekretär Jacob Heinsen schreibt, dass man über eine Verzögerung von etwa 20 Monaten informiert ist. Er äußert Bedenken, ob das Konsortium in der Lage ist, das Projekt durchzuführen.

9. Dezember 2025: Sébastien Bliaut bestreitet die Grundlage der Bewertung des Ministeriums und schreibt, dass der Fall nicht gut informiert ist, nennt die Situation eine Verwaltungskrise und weist auf das Vertrauen der Behörden in Sund & Bælt als das größte Risiko für das Projekt hin.

10. Dezember 2025: Die Unternehmensführung der Unternehmen hinter Femern Link Contractors zieht Bliauts Brief vom 9. Dezember zurück. 

Der rückzug erfolgt in einer e-mail, die im namen der geschäftsführung der unternehmen, die hinter dem konsortium stehen, gesendet wurde. Die kritik wird einfach im namen der direktoren der unternehmen hinter Femern Link Contractors zurückgezogen, und dass der brief laut e-mail von „einem unserer mitarbeiter“ geschrieben wurde.

Unter den empfängern der e-mail befinden sich topmanager mehrerer der zentralen partnerfirmen im konsortium, darunter Per Aarsleff, DEME und Max Bögl.

Der rückzug wurde über Sund & Bælt, das staatliche eigentümer- und holdingunternehmen in diesem bereich, an das verkehrsministerium weitergeleitet. Sund & Bælt besitzt Femern A/S, das der bauherr der Fehmarnbelt-verbindung ist, während Femern Link Contractors der hauptauftragnehmer ist.

Voller Konflikte

Der Bau von Femern ist geprägt von einem festgefahrenen Konflikt zwischen Bauherr und Hauptauftragnehmer über Verzögerungen bei den Absenkungsarbeiten, Probleme mit dem Absenkfahrzeug Ivy und Uneinigkeit über die Qualität des Tunnelfundaments, das die Grundlage für den gesamten Tunnel bildet. Gleichzeitig gibt es milliardenschwere Forderungen und ein internationales Schiedsverfahren zwischen den Parteien über sowohl Verantwortung als auch Finanzen.

Es ist nicht gelungen, einen Kommentar von Femern Link Contractors zu erhalten.

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