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Grüne Energie: Viel Strom - aber der Ausbau stockt

Die Gemeinde Lolland gehört zu den absoluten Schwergewichten des Landes, aber weder in Lolland, Vordingborg noch in der Gemeinde Guldborgsund wurde 2024 ein einziges neues Landwindrad errichtet.

Windmühlen außerhalb von Nakskov
Veröffentlicht

Während der Stromverbrauch in Dänemark Rekorde bricht, geht der Ausbau der grünen Energie immer noch viel zu langsam voran - sowohl national als auch lokal. Das zeigen neue Zahlen aus dem Energiebarmometer 2024 von Green Power Denmark.

Die Kommune Lolland gehört zu den absoluten Schwergewichten des Landes, wenn es um die Produktion von grünem Strom geht. Die Kommune liegt landesweit auf dem zweiten Platz mit einer jährlichen Produktion von 924.947 Megawattstunden aus Solaranlagen und Windkraft an Land. Nur die Kommune Ringkøbing-Skjern produziert mehr.

Die Kommune Guldborgsund liefert etwa 154.000 Megawattstunden pro Jahr und liegt landesweit auf Platz 28. Die Kommune Vordingborg produziert etwa 111.000 Megawattstunden und liegt auf Platz 36.

Top 5 in Dänemark - grüne Stromproduktion 2024:

  1. Ringkøbing-Skjern: 1.445.724 MWh

  2. Lolland: 924.947 MWh

  3. Randers: 688.841 MWh

  4. Holstebro: 641.884 MWh

  5. Jammerbugt: 633.918 MWh

Quelle: Green Power Denmark, Energibarometer 2024

In allen drei Kommunen ist das Bild dasselbe: Im Jahr 2024 wurden keine neuen Windkraftanlagen an Land errichtet. Der Ausbau beschränkt sich auf kleinere Erweiterungen im Bereich der Solaranlagen.

Das Energiebarmometer konzentriert sich ausschließlich auf landbasierte Solaranlagen und Windkraftanlagen, bei denen die Kommunen eine aktive Rolle durch lokale Planung spielen. Offshore-Windkraftanlagen sind in der Erhebung nicht enthalten, da sie durch staatliche Ausschreibungen errichtet werden und einer anderen Planungs- und Eigentümerstruktur folgen.

Langsamer Ausbau auf Landesebene

Der Trend ist nicht nur lokal. 2024 zeichnet sich als das drittschlechteste Jahr für die Errichtung neuer Windkraftanlagen an Land in Dänemark seit 2016 ab. In der ersten Jahreshälfte wurden landesweit nur 12 neue Anlagen errichtet.

Gleichzeitig ist der Stromverbrauch im Jahr 2024 um 5,1 Prozent gestiegen und hat das höchste Niveau aller Zeiten erreicht. Mehr Elektroautos, mehr Wärmepumpen und eine zunehmende Elektrifizierung in der Industrie treiben den Verbrauch in die Höhe.

Trotz des Wachstums beim Stromverbrauch ist der Ausbau mit neuen Anlagen bei weitem nicht mitgehalten, weder in der Region noch landesweit.

Ein Dänemark in grüner Unbalance

Laut dem Energibarometer benötigt Dänemark einen deutlich größeren jährlichen Ausbau sowohl von Solaranlagen als auch von Windkraftanlagen an Land, um den zukünftigen Stromverbrauch mit erneuerbarer Energie decken zu können. Der Bericht weist darauf hin, dass die aktuelle Entwicklung Druck auf das Energiesystem ausübt und die Umstellung erschweren kann.

Lolland, Guldborgsund und Vordingborg Kommunen produzieren bereits große Mengen grünen Strom, insbesondere aus bestehenden Windkraftanlagen, aber ohne einen fortgesetzten technischen und physischen Ausbau droht sich das Verhältnis zwischen Produktion und Verbrauch zu verändern.

Green Power Denmark betont, dass ein weiterhin hohes Tempo beim Ausbau von grüner Energie notwendig ist, um sowohl die grüne Umstellung als auch einen stabilen Energiemarkt zu unterstützen.

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