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Harter Kampf um den Status als Industriepark: Hier sind die Angebote

(Wird aktualisiert) 14 Angebote kämpfen um staatliche Unterstützung für grüne und strategische Gewerbegebiete.

Die Pläne für einen Industriepark bei Rødbyhavn
Veröffentlicht Geändert

Der Kampf um den Status als staatlicher Industriepark hat begonnen, und es geht nicht nur um Gewerbeflächen. Es geht um Tempo, Sichtbarkeit und Zugang zu etwas, das man sonst nur in Flughäfen und im Staatshaushalt bekommt: einen roten Teppich. Der Staat benennt in diesem Jahr fünf Industrieparks - und bietet ihnen schnellere Bearbeitung, einen zentralen Ansprechpartner für Behörden und eine offizielle Anerkennung als Produktionsknotenpunkt.

Dies hat ein Rennen quer durchs Land ausgelöst. 14 Orte haben sich gemeldet - von etablierten Industriestädten bis hin zu Randgemeinden mit neuem grünem Profil. Und der Wettbewerb ist hart. Zu den markantesten Vorschlägen gehört die Vision der Gemeinde Lolland, die Tunnelelementfabrik bei Rødbyhavn in ein neues nationales Industriezentrum zu verwandeln - sowie das gemeinsame Projekt von Vordingborg und Næstved bei Tappernøje und Bårse, direkt an Autobahn und Eisenbahn und in der Nähe der Fehmarn-Verbindung.

Beide verweisen auf strategische Standorte im Süden des Landes. Beide haben grünen Strom, Platz und Ambitionen. Aber nur fünf Orte werden die Nadelöhr passieren, wenn die Wirtschaftsbehörde später im Jahr entscheidet, wo der rote Teppich ausgerollt wird - und wo Dänemark seine industrielle Zukunft stärken soll.

Als staatlicher Industriepark ausgewählt zu werden, ist nicht nur ein Ehrentitel. Es ist der Zugang zu schnelleren Bearbeitungszeiten, direktem Kontakt zum Staat und einem Status, der es erleichtert, Unternehmen anzuziehen, die sich sonst für Polen, Deutschland - oder eine andere dänische Gemeinde entscheiden könnten.

Die Industrieparks sind Produktionsunternehmen mit Ambitionen, Tempo und Platzbedarf vorbehalten. Der Staat reserviert das Areal und rollt den roten Teppich aus, damit Genehmigungen und Zulassungen nicht monatelang dauern. Für die ausgewählten Standorte kann dies einen deutlichen Schub im Wettbewerb um Arbeitsplätze, grüne Technologie und Investitionen bedeuten.

Was bedeutet es, den „roten Teppich“ zu bekommen?

Gemeinden mit einem staatlichen Industriepark erhalten Zugang zu einer speziellen Regelung mit schnellerer Bearbeitung und engem Kontakt zum Staat.

🔹 Ein Ansprechpartner für die Behörden Unternehmen erhalten eine zentrale Kontaktstelle, sodass sie nicht selbst mit mehreren Instanzen koordinieren müssen.

🔹 Schnellere Genehmigungen Die Gemeinde verpflichtet sich zu kurzen Antwortzeiten und einer reibungslosen Bearbeitung von Bauanträgen und Umweltgenehmigungen.

🔹 Der Staat kann eingreifen Wenn die Gemeinde nicht mithalten kann, kann der Staat letztendlich die Bearbeitung übernehmen.

🔹 Nur für Produktionsunternehmen Die Regelung gilt nur für Flächen, die als Industrieparks ausgewiesen sind - und nur für Unternehmen mit Produktion, nicht für Lager und Büro.

Die Bewerbungsfrist endete am 15. Mai 2025. Die Informationen stammen aus kommunalen Pressemitteilungen, Stadtratsagenden, Medienberichterstattung und Einsichtnahmen. Eine vollständige Übersicht der Erhvervsstyrelsen liegt noch nicht vor.

Rødbyhavn - Femern Port & Industrial Park

Die Gemeinde Lolland will die große Tunnelelementfabrik in Rødbyhavn in einen Industriepark mit Fokus auf grüne Produktion und verteidigungsbezogene Industrie umwandeln. Das Projekt nutzt die bestehende Infrastruktur und den Hafenanschluss in der Nähe der Femern-Verbindung. Das Areal kann erheblich erweitert werden und ist bereits in mehreren Phasen geplant.

Tappernøje/Bårse - Industrial Hub Zealand

Die Gemeinden Vordingborg und Næstved haben einen gemeinsamen Antrag für ein Gebiet bei Tappernøje und Bårse eingereicht. Hier gibt es sowohl Autobahn als auch Eisenbahnschienen, und die Lage ist strategisch in Bezug auf Femern und den Rest von Seeland. Die Gemeinden betonen die Bereitschaft des Areals und das grüne Potenzial.

Ringsted - Zealand Industriehafen

Die Gemeinde Ringsted möchte den Industriepark auf 423 Hektar zwischen Stadt und Autobahn platzieren, wo auch ein neues Kombiterminal geplant ist. Das Ziel ist es, einen Knotenpunkt für energieintensive und transportintensive Produktion zu schaffen. Das Gebiet liegt zentral auf Seeland mit einfachem Zugang zum Rest des Landes.

Holbæk - Regstrup und Jyderup

Die Gemeinde Holbæk schlägt zwei Gewerbegebiete mit bestehender Erschließung und grünem Profil vor. Es gibt eine nahegelegene Eisenbahn und Unternehmen mit internationalem Interesse, sich dort anzusiedeln. Die Gemeinde hebt sowohl die Lage als auch die klare Bereitschaft als ihre stärksten Karten hervor.

Kalundborg - Erweiterung des Industrieknotens

Die Gemeinde Kalundborg möchte ihren bereits starken Industrieknoten mit u.a. Novo Nordisk und Ørsted als Nachbarn erweitern. Das Gebiet ist bekannt für grüne Produktion und industrielle Symbiose. Genau hier präsentierte die Regierung im Herbst 2024 die gesamte Initiative für den Industriepark.

Odense Hafen (Lindø)

Die Gemeinden Odense und Kerteminde stehen hinter einem Vorschlag mit Basis im bestehenden Industriegebiet bei Lindø. Hier befindet sich eine der führenden Hafen- und Produktionsumgebungen Europas für Offshore-Wind und Schwerindustrie. Das Gebiet wird bereits genutzt, kann jedoch erheblich erweitert werden.

Bredebro - Industriepark Tønder

Die Gemeinde Tønder hat ein 190 Hektar großes Gebiet südlich von Bredebro ausgewiesen, das bereit und verfügbar ist. Es gibt Zugang zu grünem Strom, Eisenbahn und Autobahn, und die Gemeinde hebt die Nähe zum norddeutschen Arbeitsmarkt hervor. Das Projekt ist als Aufschwung für die gesamte Region gedacht.

Give - Industriepark in der Gemeinde Vejle

Die Gemeinde Vejle schlägt einen Industriepark bei Give vor, wo bereits ein gut etabliertes Gewerbegebiet existiert. Die Lage in der Nähe von Autobahn und Eisenbahn macht das Gebiet sowohl für Logistik als auch für energieintensive Produktion attraktiv. Die Gemeinde hebt die lokale Unterstützung und Entwicklungsbereitschaft hervor.

Aalborg - Beim Nordjyllandsværket

Die Gemeinde Aalborg bietet ein großes Gebiet von 5 Millionen Quadratmetern rund um das Nordjyllandsværket an. Das Gebiet ist mit Hafen, Autobahn und Stromversorgung verbunden und auf Power-to-X und grüne Technologie ausgerichtet. Es gibt bereits konkrete Anfragen von interessierten Unternehmen.

Svoldrup Kær - Vesthimmerlands Energiepark

Die Gemeinde Vesthimmerland hat ein Gebiet bei Svoldrup Kær in der Nähe von Aars ausgewiesen, wo auch ein großer Energiepark geplant ist. Der Industriepark soll mit Wasserstoff, Biogas und grünem Strom verbunden werden und als Testgelände für energieintensive Produktion dienen. Die Gemeinde hebt die Nähe zu Arbeitskräften und Bildungseinrichtungen hervor.

Kolding - Zwischen Tankedalsvej und Vamdrup

Die Kommune Kolding hat beantragt, ein großes Gebiet zwischen Tankedalsvej und Vamdrup in einen Industriepark für umweltbelastende Produktion umzuwandeln. Der Standort hat Zugang zur Autobahn, Eisenbahn und Flughafen - und liegt in der Nähe der zukünftigen Hærvejsmotorvej. Die Kommune hebt insbesondere Unternehmen der Umweltklasse 6 als Zielgruppe hervor, z.B. in den Bereichen Chemie, Logistik und Abfall.

Vejen - Vestermarksvej und Norgesvej

Die Kommune Vejen schlägt vor, 138 Hektar Land westlich der Stadt als Industriepark auszuweisen. Das Gebiet liegt in der Nähe der Autobahn und des Energiparks Revsing und eignet sich für grüne Produktion, einschließlich Power-to-X. Das Projekt soll etappenweise entwickelt und durch ein zukünftiges Logistikgebiet ergänzt werden.

Foulum - Bei AU und Agro Business Park

Die Kommune Viborg will den Industriepark beim Forschungsumfeld AU Foulum und dem Innovationsumfeld Agro Business Park platzieren. Hier gibt es bereits eine Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschung in den Bereichen Bioökonomie und Lebensmittel. Das Projekt wird von mehreren ostjütländischen Nachbarkommunen unterstützt.

Skive - GreenLab

Die Kommune Skive hat sich mit GreenLab beworben, einem bestehenden grünen Industriepark mit Testeinrichtungen und direktem Zugang zu erneuerbaren Energien. Hier werden Energiesymbiose und neue Technologien in vollem Umfang entwickelt und demonstriert. Die Kommune möchte das Gebiet unter die staatliche Industrieparkregelung heben.

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