Das Bauunternehmen PK & ECD I/S ist unter Konkursverwaltung gestellt worden. Das Unternehmen war mehrere Jahre lang Subunternehmer an der Storstrømsbroen.
Der Konkursantrag wurde am 27. Dezember 2024 eingereicht, und das Konkursgericht erließ das Konkursdekret am 7. März 2025. Anwältin Michala Roepstorff von Plesner wurde als Verwalterin ernannt, und Gläubiger haben nun vier Wochen Zeit, ihre Forderungen anzumelden.
PK & ECD I/S hat im vergangenen Jahr einen starken Rückgang der Mitarbeiterzahl erlebt. Ende 2023 beschäftigte das Unternehmen bis zu 175 Mitarbeiter, aber Ende Juli 2024 waren nur noch 13 Mitarbeiter übrig.
Außerdem traten sowohl der Vorsitzende Francesco Lauriello als auch das Vorstandsmitglied Angelo Barbato kurz vor dem Konkurs zurück. Gleichzeitig zog sich die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Kovsted & Skovgård aus der Zusammenarbeit zurück.
Der Fall vor dem Schiedsgericht
PK & ECD I/S wurde im April 2024 in einem arbeitsrechtlichen Schiedsverfahren, das von 3F angestrengt wurde, verurteilt. Der Fall betraf die Lohnverhältnisse für ausländische Mitarbeiter an der Storstrømsbroen, wobei 3F behauptete, dass das Unternehmen systematisch Mitarbeiter unterbezahlt und damit gegen den Tarifvertrag verstoßen habe.
Der Gewerkschaftsbund forderte ursprünglich eine Nachzahlung von fast 41 Millionen Kronen, darunter Lohnrückstände für 16 Mitarbeiter und eine Differenzforderung für die Einsparung durch Unterbezahlung nicht organisierter Arbeitnehmer. PK & ECD wies die Anschuldigungen zurück und argumentierte, dass ihre eigenen Stundenzettel die korrekte Arbeitszeit zeigten.
Das Schiedsgericht entschied, dass die Aufzeichnungen des Unternehmens nicht zuverlässig waren. Stattdessen legte das Gericht Wert auf Portdaten und die eigenen Kalenderaufzeichnungen der Mitarbeiter, die zeigten, dass sie tatsächlich mehr Stunden gearbeitet hatten, als vom Unternehmen angegeben.
Das Gericht reduzierte jedoch die Forderung von 3F und setzte eine Gesamtzahlung von 10,3 Millionen Kronen fest. Davon waren 2,35 Millionen Kronen Nachzahlung an die betroffenen Mitarbeiter, während 8 Millionen Kronen eine Strafe an 3F für den wirtschaftlichen Vorteil waren, den das Unternehmen durch die Nichtzahlung des korrekten Lohns erzielt hatte.