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Ministertreffen bestätigt Druck auf Fehmarn - neuer Zeitplan erwartet Bauherren

Die Verkehrsminister bestätigen Herausforderungen, betonen jedoch die Bedeutung des Projekts für Europa.

Verkehrsminister Thomas Danielsen. Fotograf: Claus Bjørn Larsen
Veröffentlicht

Der dänische und der deutsche Verkehrsminister, Thomas Danielsen und Patrick Schnieder, haben heute ein virtuelles Treffen zur Fehmarnbelt-Verbindung abgehalten. Die Minister bestätigen, dass sowohl die Arbeiten an der festen Verbindung als auch die deutschen Eisenbahnanlagen unter Druck stehen. Sie betonen gleichzeitig, dass der Staatsvertrag von 2008 Bestand hat und es keinen Grund gibt, ihn zu ändern. Neue, konsolidierte Zeitpläne werden erst erstellt, wenn die Bauherren auf beiden Seiten die technischen und administrativen Fragen geklärt haben, und die Minister planen eine gemeinsame Bewertung Anfang 2026.

- Wir hatten ein gutes Treffen und haben uns gegenseitig bestätigt, dass die Fehmarnbelt-Verbindung ein wichtiges Projekt für beide unsere Länder und für Europa als Ganzes ist. Daher sind wir uns auch einig, dass wir unser Bestes tun werden, um die feste Verbindung und die Landanlagen so schnell wie möglich zu etablieren, sagt Verkehrsminister Thomas Danielsen (V).

Wichtige Verbindung

Patrick Schnieder betont auf deutscher Seite, dass die Fehmarn-Verbindung weiterhin ein hochpriorisiertes Projekt in Deutschland ist. 

- Die feste Fehmarnbelt-Verbindung ist von großer Bedeutung für den grenzüberschreitenden Verkehr und für ganz Europa. Beide Länder arbeiten zielgerichtet darauf hin, dass die Verbindung und die deutschen Hinterlandanlagen so schnell wie möglich fertiggestellt werden können, sagt Patrick Schnieder.

In Deutschland hat das Verkehrsministerium bereits im Juli angekündigt, dass die Eisenbahnanlagen nicht wie geplant 2029 in Betrieb genommen werden können. Der Grund dafür sind vor allem die langwierigen Planungs- und Genehmigungsverfahren, die durch die eingeleiteten Maßnahmen zur Beschleunigung des Prozesses nicht aufgeholt werden können. Die jüngste Einschätzung der deutschen Projektorganisationen zeigt, dass die Anlagen voraussichtlich erst um 2031 fertiggestellt werden, während der Zugverkehr über den Fehmarnbelt frühestens 2032 beginnen kann. 

Auf dänischer Seite hat das Absenken der Tunnelelemente noch nicht begonnen. Das speziell gebaute Schiff Ivy muss noch genehmigt werden, bevor es zum Absenken der Elemente eingesetzt werden kann. Gleichzeitig ist der Tunnelgraben unter dem Fehmarnbelt nicht vom Auftragnehmer genehmigt. Intern wird darauf hingewiesen, dass ein erstes Absenken frühestens 2026 erfolgen kann, was die gesamte Zeitlogik bereits unter Druck setzt, da die Absenkarbeiten selbst auf etwa drei Jahre veranschlagt sind und von einer längeren Phase von zwei Jahren mit Installationen und Tests gefolgt werden.

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