Alfa Laval hat Jesper Jarngren als neuen Managing Director für das Membrangeschäft mit Sitz in Nakskov eingestellt. Der schwedische Leiter hat die Stelle nach Neujahr angetreten und übernimmt die gesamte globale Verantwortung für alles, was mit Membranen im Konzern zu tun hat.
Jesper Jarngren ist seit 20 Jahren bei Alfa Laval. Er begann seine Karriere in Schweden, arbeitete mehrere Jahre in Shanghai und war in den letzten 12 Jahren in Kopenhagen ansässig. Künftig wird er die Verantwortung für Produktion, Vertrieb, Qualitätssicherung und die gesamte Geschäftsentwicklung im Membranbereich weltweit übernehmen.
- Alfa Laval schlägt sich global gut, aber in Nakskov hatten wir ein Jahr mit großen Schwankungen. Es ist klar, dass das Ergebnis vom letzten Jahr bis 2026 verbessert werden muss, und ich erwarte auch, dass es so sein wird, sagt Jesper Jarngren.
Jesper Jarngren ist neuer Direktor in Nakskov. Foto: Alfa Laval.
Alfa Laval Nakskov verzeichnete 2024 einen Verlust von 9,3 Mio. DKK nach Steuern, nachdem im Vorjahr ein solides Plus erzielt wurde. Damals verwies die Geschäftsleitung auf globale Bedingungen, steigende Kosten und eine niedrigere Produktionsrate als Erklärungen.
Die Umstrukturierung in der Organisation soll unter anderem die langfristigen Wachstumspläne des Konzerns unterstützen. Alfa Laval arbeitet mit dem Ziel, bis 2030 einen Umsatz von 100 Milliarden schwedischen Kronen zu erreichen, und hier soll der Membranbereich dazu beitragen, die Entwicklung in die richtige Richtung zu lenken.
Große ambitionen und globale kundenbasis
Alfa Laval hat weltweit etwa 20.000 mitarbeiter und eine breite globale kundenbasis, die das unternehmen laut dem neuen direktor weiter ausbauen möchte. Gerade der membranbereich spielt in dieser strategie eine zentrale rolle.
Die abteilung in Nakskov fungiert als globales zentrum des konzerns für membranfiltration und beschäftigt etwa 160 mitarbeiter. Hier wird sowohl an der entwicklung, produktion als auch am test von membranen für unter anderem die lebensmittel-, pharma-, prozess- und abwasserindustrie gearbeitet. Die produkte werden in fortschrittlichen trennsystemen für flüssigkeiten eingesetzt, wobei membranen beispielsweise zur filtration und reinigung in industriellen prozessen und bei der abwasserbehandlung verwendet werden.
Laut Jesper Jarngren ist die organisation nun umstrukturiert, sodass die verantwortung für das gesamte membrangeschäft an einem ort gebündelt ist.
- Das bietet die möglichkeit, enger mit kunden, produkten und qualität über die märkte hinweg zusammenzuarbeiten, sagt er.
Bei Alfa Laval wird gleichzeitig darauf hingewiesen, dass ein teil des wachstumsziels durch die digitale entwicklung in der industrie, einschließlich der integration von künstlicher intelligenz, erreicht werden soll. Es geht unter anderem darum, lösungen zu entwickeln, die prozesse für die kunden effizienter machen, aber auch darum, die lieferketten und die zusammenarbeit mit sowohl lieferanten als auch kunden zu stärken.
Obwohl Nakskov eine zentrale Rolle im Geschäft spielt, zieht der neue Direktor nicht nach Lolland. Jesper Jarngren wird aus Schweden pendeln und erwartet, nach Bedarf in Nakskov anwesend zu sein.