Green X Energy Nakskov hat eine Partnerschaft mit der Gemeinde Lolland und Business Lolland-Falster geschlossen. Ziel ist es, Unternehmen in ein neues Gewerbegebiet südlich von Nakskov zu locken, das sich auf Nachhaltigkeit und zirkuläre Produktion konzentriert.
Der Verein Green X Energy Nakskov wurde 2024 gegründet und hat seinen Sitz in Dannemare. Hinter der Initiative steht der Gutsherr Carl-Johan von Rosen, der auch den Verein vertritt. Ziel ist es, ein Gewerbegebiet zu entwickeln und Unternehmen eine Plattform für grüne Industrie zu bieten, auf der Ressourcen zwischen den Akteuren geteilt werden.
Das neue Gewerbegebiet
Das Gebiet, mit dem der Verein arbeitet, umfasst 250 Hektar südlich von Nakskov - in der Nähe des Hafens und mit Zugang zum Seetransport. Hier sollen Unternehmen in Zukunft in eine zirkuläre Industrieumgebung eingebunden werden können, in der Restprodukte wie Wärme, Wasser und Materialien übergreifend genutzt werden und neue Wertschöpfungsketten entstehen. Ziel ist es, sowohl Abfall als auch Produktionskosten zu reduzieren.
„Es geht nicht nur darum, Land zu verkaufen“, sagt Carl-Johan von Rosen. „Wir wollen das Gebiet zusammen mit den Unternehmen entwickeln, die in die zirkuläre Denkweise passen.“
Verankert im lokalen Unternehmensnetzwerk
Am Partnerschaft beteiligt ist auch Business Lolland-Falster, das Erfahrung darin hat, Unternehmen in die Region zu ziehen. Direktor Mikkel Wesselhoff sieht ein Potenzial in dem Gebiet - vor allem, weil die Nachfrage nach grünen Lösungen steigt.
Gleichzeitig unterstützt die Gemeinde Lolland. Bürgermeister Holger Schou Rasmussen betont, dass grüne Unternehmen ein Weg zu mehr lokalen Arbeitsplätzen sein können.
„Wir müssen das Wachstum stärken und mehr lokale Arbeitsplätze auf Lolland schaffen. Das erreichen wir am besten durch eine enge Zusammenarbeit zwischen dem privaten und dem öffentlichen Sektor, wobei insbesondere in neuen Unternehmen im Bereich der grünen Umstellung und der zirkulären Produktion ein großes Potenzial liegt.“
Laut den Partnern soll das Gebiet nicht mit standardisierten Gewerbegrundstücken bebaut werden. Stattdessen erhalten die Unternehmen die Möglichkeit, ihre eigenen Bedürfnisse und Lösungen im Dialog mit den Entwicklern zu definieren.
Mehr Interessierte - aber kein Zeitrahmen
European Energy und Hveiti haben laut den Partnern bereits Flächen in dem Gebiet gekauft, und eine Reihe anderer Unternehmen hat reserviert oder Interesse gezeigt. Es wurden jedoch keine Informationen über die Größe der verkauften Flächen, das Investitionsvolumen oder den bevorstehenden Bau veröffentlicht.
Es gibt auch keine Angaben darüber, wann das Gebiet erschlossen wird oder wann das erste Unternehmen vor Ort sein kann. Die Partnerschaft wird als Schritt in der Entwicklung präsentiert - aber die nächste Phase und konkrete Zeitpläne sind noch nicht bekannt gegeben.