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Preis für den Anschluss an die Gasleitung hat sich vervielfacht

Nordic Sugar ist das einzige Unternehmen, das Energie aus der neuen Gasleitung bezieht, die anderthalb Milliarden gekostet hat. Der Preis für den Anschluss hat sich vervierfacht, erfährt FemernBusiness.

Die Gasleitung, während sie verlegt wurde.
Veröffentlicht Geändert

Eine Gasleitung für anderthalb Milliarden Kronen sollte grüne Energie und neue Möglichkeiten nach Lolland-Falster bringen. Aber mit nur einem Kunden - Nordic Sugar - bleibt es ein teures Projekt, das viele Fragen und noch mehr Rechnungen hinterlassen hat.

Als 2021 beschlossen wurde, die Gasleitung zu errichten und Lolland-Falster mit der Hauptleitung in Seeland zu verbinden, wurde versprochen, dass es viele Interessenten gäbe. Laut einer Antwort an das Folketing bestand großes Interesse:

- Es wurde eine Vereinbarung mit fünf Unternehmen, darunter Nordic Sugar, getroffen, und weitere 15 Geschäftskunden haben Interesse gezeigt, an die Gasleitung angeschlossen zu werden.

Nordic Sugar und all die anderen

Es besteht kein Zweifel, dass Nordic Sugar der wichtigste Kunde war, den es zu gewinnen galt. Der CO2-Ausstoß wurde auf nationaler Ebene nur von Aalborg Portland übertroffen, und eine Gasleitung mit viel Biogas war daher eine gute Lösung, meinten die Politiker. Und andere Unternehmen waren sicherlich auch willkommen.

Mehrere Unternehmen, darunter Hardi, Raaco, Metalcolour und Maribo Asfaltfabrik, wollten an die Gasleitung angeschlossen werden. Es gab den Wunsch der Unternehmen, weniger CO2 auszustoßen, und mit der Aussicht auf eine Gasleitung, bei der ein immer größerer Teil aus der CO2-armen Biogas besteht, war es fast selbstverständlich.

FemernBusiness erfährt, dass Verträge unterzeichnet wurden und dass die Unternehmen bereit waren, die Energiequelle zu wechseln, sobald Gas verfügbar war.

Es lagen ganz konkrete Beschreibungen der Einrichtung vor. Und Preise dafür. Und also unterzeichnete Dokumente. Aber die Realität wurde eine andere. Nach Abschluss der Vereinbarungen war es sehr still um die bevorstehende Einrichtung, und erst Anfang 2024 passiert etwas. Aber jetzt ist der Preis gestiegen. Sehr. Und es ist der staatliche Gasverteiler Evida, der den Preis erhöht. Was ein paar Millionen waren, wurde zu vielen Millionen.

Zu teuer für Unternehmen

Eines der Unternehmen, das Interesse zeigte, war die NCC-eigene Maribo Asfaltfabrik. Sie sind immer noch interessiert, aber zu einem anderen Preis.

- Wir möchten gerne mit Biogas produzieren, aber der Anschluss selbst ist derzeit viel zu teuer. Der Anschlusskosten stehen in keinem Verhältnis zu einer eventuellen Amortisationszeit im Vergleich zu dem, was wir im Vergleich zu heute sparen würden, lautet die Antwort von NCC.

Ein weiteres Unternehmen, das damals Interesse bekundete, ist Metalcolour, wo man mit Oberflächenbehandlung und Vorlackierung von Stahl- und Metallplatten arbeitet. Und der Grund, warum man heute nicht an die Gasleitung angeschlossen ist, sind allein die Anschlusskosten.

- Wir möchten sehr gerne Zugang zu grünerer Energie haben, aber uns wurde ein ganz anderer Preis in Aussicht gestellt, als wir zuerst im Dialog darüber waren. Daher wurde es zu teuer und lohnte sich für uns auf lange Sicht in keiner Weise, sagt der Geschäftsführer von Metalcolour, Jakob Søndergaard Nielsen.

FemernBusiness erfährt, dass sich der Anschlusskostenpreis im Vergleich zu den ursprünglichen Vereinbarungen vervier- oder verfünffacht hat. Diese Preiserhöhung veranlasste die Unternehmen zum Rückzug, und daher steht man nun mit einer Gasleitung mit nur einem Kunden da.

Biogas als Hoffnung für die Zukunft

Obwohl das Projekt von Herausforderungen geprägt war, gibt es immer noch Hoffnung für die Zukunft der Gasleitung. Zwei Biogasanlagen sollen nämlich angeschlossen werden. Zuerst betrifft es die Anlage von Bigadan in Nysted, und danach die kommende Anlage von Nature Energy bei Abed, die voraussichtlich bis 2026 angeschlossen wird. Die Anlage bei Abed wird Biogas aus unter anderem Rübenabfällen produzieren, die von Nordic Sugar geliefert werden. Das produzierte Biogas soll zurück in die Zuckerproduktion geleitet werden.

Die Gasleitung wurde als Notwendigkeit sowohl für den grünen Wandel als auch für das lokale Wachstum präsentiert, aber das Projekt hat mehr Herausforderungen als Lösungen hinterlassen.

Die Kosten für das Gasrohr werden laut Altinget über die Tarife finanziert, und damit bleiben 292.000 private Gaskunden und etwa 38.000 Unternehmen mit dem Großteil der Milliardenrechnung zurück.

Der letzte Teil wird von dem Energiekonzern Andel finanziert, der 100 Millionen Kronen zahlt, um sich für 15 Jahre in die Gasleitung einzumieten. Und das Gas verkaufen sie weiter an Nordic Sugar.

Zurück bleiben einige Unternehmen, die weniger CO2 ausstoßen möchten, aber der Meinung sind, dass Evida von einer Vereinbarung und einem klaren Preis abgewichen ist. Vieles ist seit 2021 teurer geworden. Auch Baumaterialien. Das erkennen alle Parteien an.

- Aber so sehr ist die Milch auch nicht gestiegen, wie eine Quelle es ausdrückt.

Bei Evida sagt man, dass man sich an die Preise hält, die nun einmal sind

- Das gilt auch bei der Anbindung neuer Kunden, die daher u.a. von den Preisen auf dem Markt abhängig sind.

Und man teilt außerdem mit, dass man sich nicht zu konkreten Kunden äußert.

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