Der Reeder aus Fredericia, Jørgen Holm Christensen, hat Femern A/S auf nicht weniger als 29 Mio. kr. verklagt. Der Hintergrund ist, dass der Reeder 2012 eine Vereinbarung mit Femern A/S über eine Teilkompensation getroffen hat, weil eine fünfjährige Vereinbarung über Wachfahrten beim Bau der Fehmarnbelt-Verbindung abgebrochen wurde. Das berichtet DOI.dk - Danish Offshore Industry.
Hier erhielt er sechs Mio. kr. - gleichzeitig wurde Jørgen Holm Christensen mündlich versprochen, wieder Arbeit zu bekommen, wenn die Arbeiten an der festen Verbindung wieder aufgenommen würden. Obwohl das Unternehmen des Reeders danach Konkurs ging, hatte er zahlreiche Treffen mit Femern A/S in Kopenhagen in der Zeit von 2012 bis 2020. Aber als die Arbeiten wieder begannen, war die mündliche Vereinbarung vergessen - was dazu führte, dass der Reeder immer wieder das staatliche Unternehmen kontaktierte, um die Vereinbarung einzuhalten. Während der Reeder, ein ehemaliger Angestellter und ein Buchhalter der Meinung sind, dass eine mündliche Vereinbarung getroffen wurde, ist Femern A/S der gegenteiligen Meinung.
Bisher hat der 73-jährige Jørgen Holm Christensen sowohl Tonaufnahmen vorgelegt als auch Kontakt zum DF-Parteivorsitzenden Morten Messerschmidt aufgenommen, der Fragen an den Verkehrsminister zu dem Fall gestellt hat. Das Verkehrsministerium ist nämlich Eigentümer von Femern A/S. Danach erstattete der Reeder Anzeige bei der Polizei, aber der Fall wurde von der Polizei eingestellt. Die vergeblichen Versuche, die mündliche Vereinbarung zu erfüllen, haben nun darin gegipfelt, dass der Reeder mit Unterstützung der Advokaten Strandvejen Femern A/S vor dem Kopenhagener Stadtgericht auf 29 Mio. kr. verklagt hat. DOI.dk hat Einblick in die umfangreiche Klageschrift erhalten, die das Gericht am 13. März erhalten hat.
DOI.dk hat den Geschäftsführer von Femern A/S, Henrik Vincentsen, kontaktiert, der keine Kommentare zur Klage von Jørgen Holm Christensen hat.