Region Sjælland will den wirtschaftlichen Nutzen der Fehmarnbelt-Verbindung steigern und mit einem neuen Gesamtplan zusätzliche staatliche Mittel für die Entwicklung der Region einwerben.
Das geht aus der Tagesordnung des Ausschusses für regionale Entwicklung, Bildung, öffentlichen Verkehr und internationale Zusammenarbeit hervor, der sich am 23. März mit dem Thema befassen soll.
Ziel ist es, die Bemühungen rund um die Fehmarnbelt-Verbindung stärker national zu verankern und zugleich die Finanzierung von Projekten zu sichern, die Wachstum und Arbeitsplätze in der Region schaffen können.
Konkret will die Region einen umfassenden Wachstums- und Entwicklungsplan für das Fehmarnbelt-Gebiet erarbeiten. Dieser soll als Grundlage für eine gezielte Interessenvertretung gegenüber Christiansborg dienen, um ab 2028 Mittel im Staatshaushalt zu sichern.
Riesige wirtschaftliche Effekte
Gleichzeitig soll der Plan aufzeigen, in welchen Bereichen Investitionen – etwa in Mobilität, Arbeitsmarkt und Bildung – den Nutzen der Verbindung weiter erhöhen können. Die Arbeit soll in Zusammenarbeit mit dänischen und deutschen Akteuren erfolgen.
Hintergrund sind unter anderem frühere Analysen, die Region Sjælland gemeinsam mit Erhvervshus Sjælland erstellt hat. Demnach kann die feste Fehmarnbelt-Verbindung bei ihrer Eröffnung eine gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung von rund 1 Milliarde DKK in der Region erzeugen.
Mit der neuen Initiative soll dieser Effekt durch ein stärker gebündeltes und gezieltes Vorgehen weiter erhöht werden.
Region Sjælland hat in den vergangenen Jahren intensiv in die Zusammenarbeit zwischen Dänemark und Norddeutschland investiert, unter anderem über Interreg-Projekte mit Schwerpunkt auf Bildung, Kultur und Mobilität. Dazu gehören auch politische Vereinbarungen mit dem Bundesland Schleswig-Holstein sowie konkrete Initiativen wie Untersuchungen zu Bahnverbindungen zwischen Lübeck und Nykøbing.
Für die Arbeit hat der Regionsrat im Haushalt 2026 Mittel in Höhe von 1 Mio. DKK bereitgestellt.