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Scandlines mit riesigem Überschuss - grüne Fähre wird 2025 in Rødby erwartet

Scandlines hatte stabilen Verkehr und steigerte den Überschuss im Jahr 2024. Rødbyhavn wird für die weltweit größte batteriebetriebene Frachtfähre vorbereitet.

In der Hochsaison von Juni bis August wurde mit 2,7 Millionen Passagieren ein neuer Rekord aufgestellt.
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Scandlines, das Rødby mit Puttgarden und Gedser mit Rostock verbindet, kam stabil durch 2024. Das Unternehmen hielt sowohl Passagiere als auch Einnahmen in einem Jahr, das von wirtschaftlicher Unsicherheit geprägt war.

Der Umsatz belief sich auf ca. 3,46 Mrd. DKK (465 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern stieg auf ca. 930 Mio. DKK (125 Mio. Euro). 6,4 Millionen Passagiere reisten im Laufe des Jahres mit Scandlines. In der Hochsaison von Juni bis August wurde mit 2,7 Millionen Passagieren ein neuer Rekord aufgestellt.

Es war vor allem die Route Rødby-Puttgarden, die zog. Scandlines fuhr in der Hochsaison mit bis zu 96 täglichen Abfahrten - gerechnet als Hin- und Rückfahrten. Es gab etwa alle halbe Stunde eine Abfahrt rund um die Uhr mit bis zu vier Fähren im Einsatz. Die Überfahrt dauert 45 Minuten. Scandlines betreibt eigene Einrichtungen in Rødbyhavn.

Grüne Fähre auf dem Weg nach Rødby

Das Unternehmen investierte im letzten Jahr ca. 310 Mio. DKK (42 Mio. Euro). Ein großer Teil ging in die Vorbereitung von Rødbyhavn auf die neue Frachtfähre, die 2025 in Betrieb genommen werden soll. Die Fähre wird die weltweit größte batteriebetriebene Frachtfähre sein und kann bis zu 66 Lastwagen und 140 Passagiere über den Fehmarnbelt nur mit Strom transportieren.

Zwei der bestehenden Hybridfähren auf derselben Route werden gleichzeitig für den Plug-in-Betrieb vorbereitet, bei dem der Großteil der Energie für die Überfahrt aus in den Häfen aufgeladenen Batterien kommen soll.

Bessere Kundenerfahrung und Digitalisierung

Scandlines führte 2024 ein neues dynamisches Ticketsystem ein, mit niedrigeren Preisen für Passagiere, die frühzeitig buchen oder außerhalb der Stoßzeiten reisen. Es wurde auch die Kennzeichenerkennung eingeführt und eine neue App, die das Einchecken erleichtert.

Aussicht auf 2025

Das Unternehmen erwartet 2025 einen moderaten Anstieg des Fracht- und Passagierverkehrs. Die neue Frachtfähre soll die Kapazität auf der Route Rødby-Puttgarden erhöhen. Gleichzeitig arbeitet Scandlines weiter daran, sich auf den Wettbewerb durch die kommende feste Fehmarn-Verbindung vorzubereiten.

Scandlines hat das Ziel, bis spätestens 2030 einen vollständig emissionsfreien Betrieb auf der Route zwischen Rødby und Puttgarden und bis 2040 für den gesamten Konzern zu erreichen.

Eigentümerkreis

Scandlines ist in Dänemark registriert, aber im Besitz ausländischer Investoren.

Hauptaktionär ist Igneo Infrastructure Partners, das 50,1 Prozent kontrolliert. Igneo investiert in Infrastruktur über Energie, Transport und Versorgung hinweg. Das Unternehmen gehört der japanischen MUFG und hat seinen Hauptsitz in London. Die übrigen Eigentümer sind die 3i Group (35 Prozent) und Federated Hermes (14,9 Prozent).

2024 zahlte Scandlines ca. 485 Mio. DKK (65 Mio. Euro) Dividende an die Eigentümer aus.

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