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Teure Vereinbarung für die Industrie

Schwer zu erkennen, was die Unternehmen erhalten haben

Die Mitarbeiter von Metalcolour in Toreby haben zusammen mit 230.000 Beschäftigten in der Industrie einen neuen Tarifvertrag erhalten.
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Die neue Vereinbarung für 230.000 Industrieangestellte und 6.000 Unternehmen ist abgeschlossen. Unmittelbar gibt es mehr Grund zur Freude, wenn man Arbeitnehmer ist, als wenn man Arbeitgeber ist.

Der Geschäftsführer von Metalcolour, Jakob Søndergaard Nielsen, hatte eine teure Vereinbarung befürchtet - und die hat er bekommen. Metalcolour, das unter anderem Lackierungen für die Automobilindustrie liefert, ist eines der 6.000 betroffenen Unternehmen.

- Sie ist teuer, und es kann auf den ersten Blick schwierig sein zu erkennen, was wir als Unternehmen aus der Vereinbarung gewonnen haben. Aber es ist eine dreijährige Vereinbarung, und das ist ein Plus für uns, sagt Jakob Søndergaard Nielsen, der auch Vorsitzender von DI Lolland-Falster ist.

Ein weiteres Plus ist weniger Bürokratie.

- Für die Unternehmen wird es einfacher, die Bezahlung für Überstunden zu handhaben. Und das Wahlkonto wird auch leichter zu verwalten, sagt er.

Nur ein kleiner Teil des Gehalts wird zentral festgelegt. Der Rest muss im Laufe des Frühlings in den einzelnen Unternehmen verhandelt werden. Erst dann kennt man die endgültige Rechnung. Bislang steht fest, dass der Mindestlohn in den nächsten drei Jahren von 136,15 Kronen auf 146,90 Kronen steigt.

Mehr Freiheit

Die Mitarbeiter haben an mehreren Stellen mehr Flexibilität erhalten. Mitarbeiter haben nun das Recht auf Freistellung in besonderen Familiensituationen. Dazu gehört unter anderem das Recht, am dritten Krankheitstag des Kindes frei zu nehmen. Großeltern haben ebenfalls das Recht auf zwei jährliche Pflegeurlaubstage, um sich um ihre Enkelkinder zu kümmern. Diese freien Tage sind unbezahlt, aber der Mitarbeiter kann einen Betrag von seinem Wahlkonto ausgezahlt bekommen.

- Es ist ein Kompromiss, und ich hoffe, dass die Arbeitnehmer den Wert dessen erkennen können, was erreicht wurde. Viele Industrieunternehmen können es jedoch schwer haben, die geforderte Flexibilität zu bieten, da die Produktion aufrechterhalten werden muss, erklärt Jakob Søndergaard Nielsen.

Die Rente steigt

Auf der anderen Seite des Verhandlungstisches saßen Vertreter unter anderem von 3F. Der Vorsitzende von 3F Guldborgsund, Niels Henriksen, betont, dass die Renteneinzahlung nun steigt.

- Wir haben in diesem Bereich seit vielen Jahren hinter dem öffentlichen Sektor zurückgelegen. Jetzt steigt der Rentenbeitrag von 12 auf 13 Prozent, und das ist wichtig, sagt er.

Eine neue Sache in der Vereinbarung ist, dass Arbeitsschutzvertreter künftig eine jährliche Zulage von 9.000 Kronen erhalten. Die Zulage gilt jedoch nur, wenn man Mitglied einer Gewerkschaft unter CO-Industri ist.

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