Vestas hat die Genehmigung erhalten, eine neue Zeltlagerhalle an seinem Werk in Nakskov zu errichten. Die Halle wird 5.700 Quadratmeter groß sein und soll zum Schleifen und Lackieren von Windmühlenflügeln genutzt werden - und später als Puffer für Fertigstellung und Reparatur.
Die Genehmigung wurde von der Gemeinde Lolland erteilt, obwohl die endgültige Umweltgenehmigung noch nicht vorliegt. Die Gemeinde hat bewertet, dass das Projekt innerhalb der geltenden Umweltanforderungen untergebracht werden kann und hat daher die Erlaubnis erteilt, den Bau sofort zu beginnen - auf eigene Verantwortung von Vestas.
„Es handelt sich nicht um eine neue Produktion, sondern um eine vorübergehende Verlagerung einzelner Arbeitsabläufe in eine separate Halle“, heißt es in der Entscheidung.
Der Betrieb darf jedoch erst beginnen, wenn die erforderliche Ergänzung zur Umweltgenehmigung erteilt wurde.
Keine wesentliche Umweltbeeinträchtigung
Eine UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung)-Screening kommt zu dem Schluss, dass die Halle keine eigentliche Umweltbewertung erfordert. Es wird kein Prozesswasser verwendet und die Emissionen aus Lackierung und Schleifen werden unter den geltenden Grenzwerten gehalten. Der Transport der Flügel erfolgt mit Spezialfahrzeugen tagsüber und wird voraussichtlich 1-2 Einheiten pro Woche umfassen.
Das Gelände, auf dem die Halle errichtet wird, liegt bereits in einem Gewerbegebiet mit langer industrieller Geschichte. Das Risiko einer Verschmutzung durch alte Deponieaktivitäten wird mit Membran und Drainage unter dem Gebäude gehandhabt, und die Gemeinde hat den zugehörigen Bodenbewirtschaftungsplan genehmigt.
Unterstützt bestehende Produktion
Die Zelthalle soll im Anschluss an die bestehende Produktion von Windmühlenflügeln in Nakskov genutzt werden. Hier stellt Vestas unter anderem Flügel für die Offshore-Projekte Baltic Power in Polen und He Dreiht in Deutschland her.
Laut dem Jahresbericht von Vestas für 2024 ist Nakskov eine von zwei Fabriken, die Flügel für diese großen Offshore-Windprojekte liefern. Die Produktion ist somit Teil einer größeren europäischen Anstrengung zum Ausbau von grüner Offshore-Energie - und die Zelthalle soll Flexibilität und Kapazität in einer Zeit mit hohem Tempo gewährleisten.
Ein lokales Puzzlestück in einer großen Initiative
Die Fabrik in Nakskov ist seit 1999 ein wichtiger Produktionsstandort für Vestas. Mit der neuen Zelthalle wird die Kapazität erweitert, ohne die Produktion zu vergrößern. Die Gemeinde bewertet, dass das Projekt mit geringer Umweltbelastung und im Einklang mit den bereits geltenden Plänen für das Gebiet durchgeführt werden kann.
Die Halle soll planmäßig im Laufe des Jahres 2025 einsatzbereit sein.