Vestas wird 64 neue Windkraftanlagen in der Ukraine errichten

Keine davon wird in Nakskov gebaut, wo man nur Offshore-Windkraftanlagen herstellt

Vestas' vindmøllefabrik i Nakskov
Vestas' Windkraftanlagenfabrik in Nakskov.

Zurück im Jahr 2023 schloss Vestas den Bau von Windkraftanlagen mit einer Gesamtkapazität von 114 Megawatt in der Nähe von Mykolajiw in der Ukraine ab.

Nun wird der dänische Windkraftanlagenhersteller erneut Türme errichten und Turbinen in der Ukraine installieren.

Vestas ist nämlich an einem Abkommen beteiligt, das den Bau von 64 Windkraftanlagen in der Nähe des ersten Tyligulska-Windparks vorsieht.

Die neuen Anlagen werden die Kapazität von den bisherigen 114 Megawatt auf knapp 500 Megawatt erhöhen. Das bedeutet, dass künftig zusätzlich 700.000 Haushalte mit Strom versorgt werden können.

Laut Vestas wird dies das größte Windenergieprojekt im Land sein. Die Windkraftanlagen werden nicht in Nakskov gebaut, wo nur Offshore-Windkraftanlagen produziert werden.

Wert von vier Milliarden

Das Abkommen wurde mit dem ukrainischen Energieunternehmen DTEK geschlossen und kam durch eine Staatsgarantie von 2,85 Millionen Kronen aus dem dänischen Ukraine-Fonds zustande, der von Dänemarks Export- und Investitionsfonds verwaltet wird.

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums handelt es sich um ein Projekt mit einem Gesamtwert von vier Milliarden Kronen.

Der Vertrag umfasst neben dem Auftrag über die 64 Windkraftanlagen auch einen Servicevertrag, der über 20 Jahre läuft.

Der Bau der 64 Windkraftanlagen beginnt bereits im ersten Quartal dieses Jahres und sie sollen Ende 2026 in Betrieb genommen werden.

Die Ukraine benötigt die Windkraftanlagen dringend aufgrund häufiger russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes.

- Der heutige Vertrag ist ein großer Schritt in Richtung einer neuen Energiezukunft in der Ukraine.

- Von einem System, das täglich von Angriffen bedroht ist, bauen wir eine widerstandsfähige und sichere Energieinfrastruktur auf, die der Ukraine auch hilft, ihre Klimaverpflichtungen zu erfüllen, sagt Maxim Timtjenko, der Geschäftsführer von DTEK ist.

Das Projekt ist laut dem Geschäftsführer des Export- und Investitionsfonds, Peder Lundquist, das 15. in der Reihe, das der Fonds in der Ukraine mitfinanziert.

Die Projekte umfassen neben Energie auch Sektoren wie Wasserversorgung und Landwirtschaft.

/ritzau/

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