Zuckerproduktion wird gebündelt: Nykøbing soll ohne neue Investitionen mehr übernehmen

Wenn die Zuckerproduktion in Nakskov endet, bündelt Nordic Sugar die dänische Produktion in Nykøbing Falster.

Nykøbing sukkerfabrik Nordic Sugar i nattelys. Foto: Anders Knudsen
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Wenn Nordic Sugar die Zuckerproduktion in Nakskov nach der Rübenkampagne 2026/2027 einstellt, wird Nykøbing Falster künftig zum Zentrum der dänischen Zuckerproduktion.

Trotz der Bündelung sind jedoch keine zusätzlichen Investitionen in das Werk vorgesehen.

Nach Angaben von Nordic Sugar verfügt Nykøbing bereits über die notwendige Kapazität. Sollte künftig mehr produziert werden müssen, soll dies stattdessen durch eine bessere Auslastung der bestehenden Anlagen und bei Bedarf durch eine Verlängerung der Rübenkampagne erreicht werden.

- Aufgrund der Entscheidung sind keine zusätzlichen Investitionen in Nykøbing erforderlich. Wir verfügen bereits über die notwendige Kapazität, und wenn wir mehr produzieren müssen, können wir die Kampagne verlängern, sagt Jannik Olejas, Geschäftsführer von Nordic Sugar Dänemark.

Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der Nordzucker, der Eigentümer von Nordic Sugar, wirtschaftlich stark unter Druck steht. Der Konzern schloss das Geschäftsjahr 2025/26 mit einem operativen Verlust von 226 Mio. Euro ab. Das entspricht knapp 1,7 Mrd. DKK.

Als Gründe hat der Konzern unter anderem zwei große europäische Ernten, sinkende Zuckerpreise, hohe Energie- und Rohstoffkosten sowie einen rückläufigen Zuckerverbrauch genannt.

Nach Angaben von Jannik Olejas ist die Überkapazität der Hauptgrund dafür, dass die Produktion in Nakskov nun eingestellt wird.

- Wir haben mehr Werke und mehr Kapazität, als wir heute und auch künftig benötigen. Wenn wir die Produktion bündeln, können wir die vorhandenen Kapazitäten in Nykøbing besser auslasten, sagt Jannik Olejas.

Bis zu 150 Arbeitsplätze sind betroffen, wenn die Produktion in Nakskov nach der kommenden Kampagne eingestellt wird. Das Werk wird als Verpackungs- und Vertriebszentrum weitergeführt.

- Das ist eine strategische Entscheidung mit langfristiger Perspektive. Preise steigen und fallen, aber unsere Anlagen müssen trotzdem betrieben und instand gehalten werden, und das kostet Geld. Wenn wir die gleiche Menge mit einem Werk weniger produzieren können, ist das positiv für das Geschäft, sagt Jannik Olejas.

Ob die Bündelung der Produktion zu zusätzlichen Arbeitsplätzen in Nykøbing führt, ist noch nicht geklärt.

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