Arbeitspsychologin: Schulschließungen könnten Familien und Arbeitsplätze unter Druck setzen

Wenn Schulen und Kindertagesstätten schließen, könnte es schwieriger werden, Beschäftigte zu halten. Auch das psychische Arbeitsumfeld könnte darunter leiden, sagt die Arbeitspsychologin Ditte Darko.

Lollands besparelser på børneområdet kan få konsekvenser for lokalområdernes erhvervsliv, mener Ditte Darko.
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Die Kommune Lolland steht vor einem Haushaltsdefizit von 531 Mio. DKK. Deshalb sind umfassende Einsparungen und Veränderungen bei den kommunalen Leistungen vorgesehen.

Zu den Vorschlägen gehört, den kommunalen Betrieb der Schulen in Østofte und Søllested schrittweise einzustellen. Auch die Kindertagesstätte Skovsgårdsvej in Nakskov soll geschlossen werden. Gleichzeitig ist geplant, den Waldkindergarten Havørnen von Holeby nach Østofte zu verlegen.

Sollten die Vorschläge umgesetzt werden, könnten sich die Folgen auch an den lokalen Arbeitsplätzen bemerkbar machen. Davon geht die Arbeitspsychologin Ditte Darko aus, die insbesondere auf Beschäftigte mit Kindern verweist.

- Genau solche Veränderungen können Menschen dazu bringen, darüber nachzudenken, sich anderswo eine Arbeit zu suchen und an einen Ort zu ziehen, an dem sich der Alltag besser organisieren lässt. Für Familien mit Kindern ist das eindeutig ein Nachteil, sagt sie.

Mikkel Wesselhoff, Geschäftsführer von Business Lolland-Falster, hatte zuvor gegenüber FemernBusiness erklärt, dass die Unternehmen die Situation insgesamt gelassen sehen und die Einsparungen voraussichtlich keine größeren Folgen für die Wirtschaft als Ganzes haben werden.

Ditte Darko betrachtet die Lage aus Sicht der Beschäftigten anders.

- Das sollte man keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Kurz gesagt: Der Alltag der Menschen muss funktionieren. Wenn der Alltag und das Wohlergehen der Kinder schwieriger werden, kann das die Familien stark belasten. Das kann sowohl Frustration als auch Sorgen auslösen.

Deshalb sollten Unternehmen mit betroffenen Beschäftigten ihrer Ansicht nach offen mit der Situation umgehen und prüfen, ob sie den Alltag ihrer Mitarbeitenden erleichtern können.

- Unternehmen müssen darauf achten, was solche Veränderungen für den Alltag ihrer Beschäftigten bedeuten. Wenn sich Familie und Beruf schwieriger miteinander vereinbaren lassen, kann das letztlich auch Einfluss darauf haben, ob jemand am Arbeitsplatz bleiben möchte, sagt Ditte Darko.

Die Vorschläge sind noch nicht endgültig beschlossen. Die Kommune Lolland plant, im Rahmen der Haushaltsberatungen am 8. Oktober eine grundsätzliche Entscheidung über die neue Schul- und Betreuungsstruktur zu treffen. Änderungen an der Schulstruktur müssen anschließend ein gesetzlich vorgeschriebenes Anhörungsverfahren durchlaufen.

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