Am späten Mittwochnachmittag warnte die dänische Behörde für gesellschaftliche Sicherheit vor zwei schwerwiegenden Sicherheitslücken in PHP, einer Technologie, die hinter vielen Websites und Onlineshops steckt.
Die Schwachstellen können Unbefugten Zugang ermöglichen und Schäden verursachen. Bei Safe IT Solutions in Vordingborg hat die Warnung deshalb für viel Arbeit gesorgt. Mehrere Kunden mussten vorübergehend auf ihre Websites verzichten, nachdem das IT-Unternehmen beschlossen hatte, sie zeitweise abzuschalten.
- Wir haben uns einen Überblick über die Websites verschafft, das Risiko bewertet und uns als vorbeugende Maßnahme dazu entschieden, die Websites vorübergehend abzuschalten, die wir als besonders gefährdet eingestuft haben, sagt Matias Aabye, Geschäftsführer von Safe IT Solutions.
Bislang hat das IT-Unternehmen keine Hinweise darauf festgestellt, dass Kunden tatsächlich angegriffen wurden. Die Abschaltungen sollten sie schützen, während der Hostingpartner Curanet an den Sicherheitsupdates arbeitete.
Nach Angaben von Matias Aabye können Warnungen wie die der dänischen Behörde für gesellschaftliche Sicherheit schnell für Verwirrung sorgen. Denn Unternehmensinhaber wissen häufig nicht, auf welcher Technologie ihre Website basiert oder wer für die notwendigen Aktualisierungen zuständig ist.
Dadurch kann die Situation entstehen, dass sich am Ende niemand verantwortlich fühlt.
- Wir erleben auch, dass Unternehmen davon ausgehen, dass ihr Website-Dienstleister oder Hostinganbieter automatisch alles übernimmt. Es können aber mehrere Anbieter beteiligt sein, und die Verantwortung für die Wartung ist nicht immer eindeutig geregelt. Dann besteht die Gefahr, dass die Aufgabe zwischen die Stühle gerät.
Matias Aabye ist nicht der Ansicht, dass Unternehmensinhaber PHP selbst verstehen müssen. Als ersten Schritt sollten sie jedoch den Anbieter kontaktieren, der ihre Website betreibt, und sich bestätigen lassen, ob sie betroffen ist und ob die Sicherheitslücken geschlossen wurden.