Vordingborg lag jahrelang im hinteren Teil der Rangliste des dänischen Industrieverbands Dansk Industri zur Wirtschaftsfreundlichkeit der Kommunen. In diesem Jahr verbessert sich die Kommune von Platz 86 auf Platz 76, doch die Ambitionen gehen weiter.
- Platz 76 ist nicht gut genug. Aber wir sind zufrieden damit, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht. Im nächsten Jahr wollen wir unter die besten 60 kommen, und in zwei Jahren wollen wir in den 50er-Bereich vorstoßen, sagt Jakob Helles (LA), stellvertretender Bürgermeister und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Wachstum, Energie und Zuzug.
Den größten Sprung macht Vordingborg bei der kommunalen Verwaltung: von Platz 84 auf Platz 51. Der Wirtschaftsverband Vordingborg Erhvervsforening hat die Fortschritte begrüßt. Gleichzeitig fordert die Vorsitzende Inger Marie Scavenius eine Kommune, die Unternehmensprojekte stärker als Gesamtvorhaben betrachtet und die Unternehmen durch den gesamten Prozess begleitet.
Jakob Helles weist diese Kritik nicht zurück.
- Bei der Bearbeitung von Fällen sind wir weit gekommen, und die Zahlen zeigen, dass wir hier auf einem guten Weg sind. Aber wir können noch besser darin werden, die Bedürfnisse und Projekte der Unternehmen in einem größeren Zusammenhang zu sehen. Dafür braucht es nicht nur neue Arbeitsabläufe, sondern auch einen Kulturwandel im Umgang der Kommune mit der Wirtschaft, sagt er.
Zum 1. Februar hat die Kommune einen Mitarbeiter eingestellt, der als direkter Ansprechpartner für die Wirtschaft dienen soll. Gleichzeitig wurde eine Arbeitsgruppe zum Thema Zuzug eingerichtet, die Menschen und Unternehmen für die Kommune gewinnen soll. Unter anderem soll zudem die Zusammenarbeit mit Næstved beim Industrial Hub Zealand den Weg für mehr grüne Industrie ebnen.
Es gibt weiterhin viel zu tun. Bei Bildung und Arbeitskräften liegt Vordingborg mit Platz 91 auf dem letzten Rang, und die Bemühungen der Kommune, qualifizierte Beschäftigte anzuziehen, werden mit Platz 82 bewertet.
- Ein letzter Platz bei Bildung und Arbeitskräften ist natürlich nicht akzeptabel. Deshalb muss dieses Thema auch bei den Maßnahmen, die wir jetzt auf den Weg bringen, eine wichtige Rolle spielen – von Schule und Ausbildung über Zuzug bis hin zu einem engeren Kontakt mit der Wirtschaft, sagt Jakob Helles.