Rechenzentrum benötigt mehr als ein Gigawatt: Jetzt muss der Strom gesichert werden

Stender hat die ersten Schritte unternommen, um die Stromversorgung für das geplante Rechenzentrum bei Rødby zu sichern.

Datacentre kræver store mængder strøm samt store mængder vand for at køle anlæggene ned. Her ses et datacenter i Leipzig i Tyskland. (Arkivfoto).
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Für das geplante Rechenzentrum bei Rødby wird nicht nur eine große Fläche benötigt. Sollte das gesamte Projekt realisiert werden, müssen auch mehr als ein Gigawatt Leistung bis zum Standort bereitgestellt werden.

In einem vorläufigen Lageplan hat der Projektentwickler Stender Rechenzentrumsgebäude mit einer Gesamtfläche von gut 328.000 Quadratmetern eingezeichnet. Der Plan geht von einem Leistungsbedarf von rund 960 MW aus.

- Das ist die Leistung, mit der wir für das Rechenzentrum selbst im Vollbetrieb rechnen. Das bedeutet, dass etwas mehr als ein Gigawatt Strom bis zur Anlage geführt werden muss, sagt Allan Egeris Arentsen, CEO von Stender, gegenüber FemernBusiness.

Energinet beziffert den maximalen Stromverbrauch Dänemarks auf rund 7 bis 7,5 GW. Der mögliche Leistungsbedarf des Rechenzentrums von etwas mehr als einem Gigawatt entspricht damit ungefähr einem Siebtel des landesweiten Strombedarfs zu Spitzenzeiten.

Stromversorgung in Vorbereitung

Das Projekt soll in mehreren Phasen gebaut und in Betrieb genommen werden. Deshalb prüft Stender verschiedene Möglichkeiten, Strom aus dem Netz zu beziehen, anstatt die gesamte Kapazität auf einmal zu beantragen.

- Wir haben mehrere Screening-Anfragen sowohl an Cerius als auch an Energinet geschickt. Sie betreffen unterschiedliche Strommengen und mögliche Anschlusspunkte, weil es mehrere Umspannwerke in der Region gibt und wir versuchen, das Projekt an die möglicherweise verfügbare Kapazität anzupassen, sagt Allan Egeris Arentsen.

Eine Vereinbarung über die Stromversorgung des Rechenzentrums gibt es bislang noch nicht. Der Geschäftsführer hofft, dass sie in den kommenden Monaten zustande kommt.

- Wir rechnen damit, Anfang 2027 eine Vereinbarung mit Energinet über die Stromversorgung der ersten Phase zu haben – vielleicht sogar noch vor Ende dieses Jahres. Die Stromversorgung und der Bebauungsplan sind die beiden größten Bausteine, und diese Prozesse sollten möglichst ungefähr parallel verlaufen.

Stender erwartet, dass der Bebauungsplan im vierten Quartal 2027 endgültig verabschiedet wird. Wenn der Zeitplan hält, könnte nach Angaben des Projektentwicklers Anfang 2028 mit dem Bau begonnen werden.

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