Wenn Dänemark mehr Geld für die Verteidigung ausgibt, profitieren davon nicht nur Hersteller von Munition und militärischer Ausrüstung.
Auch ganz normale Technikunternehmen können neue Aufträge erhalten.
Mehr Soldaten, größere Kasernen und mehr Aktivität bedeuten zugleich einen höheren Bedarf an Strom, Wärme, technischen Installationen, Service und Wartung. Damit können auch Unternehmen unter anderem auf Lolland-Falster und in Südseeland zum Zuge kommen.
In der Kaserne Vordingborg arbeiten heute rund 500 Menschen, hinzu kommen Wehrpflichtige. Gleichzeitig steht die Kaserne vor einem Ausbau mit neuen Einrichtungen. Damit steigt auch der Bedarf an Bauleistungen, Installationen, Service und Wartung.
- Wenn die Streitkräfte wachsen, steigt auch der Bedarf an Fachkräften. In den Kasernen braucht es Strom, Wärme und technische Installationen, und zugleich müssen Komponenten und Ausrüstung für die Streitkräfte produziert werden. Lokale Unternehmen können dabei Aufgaben übernehmen – direkt oder als Zulieferer, sagt Maria Schougaard Berntsen, stellvertretende Direktorin bei TEKNIQ.
Die Organisation hat bereits Mitgliedsunternehmen, die Service- und Wartungsarbeiten für die Streitkräfte ausführen. Andere produzieren Komponenten für Unternehmen weiter hinten in der Lieferkette. Für kleinere Unternehmen ist der Einstieg in den Markt jedoch nicht unbedingt einfach.
- Hürden sind die Anforderungen an Dokumentation, Sicherheitsfreigaben und Ausschreibungsverfahren. Wenn mehr Unternehmen beteiligt werden sollen, muss es einfacher werden, den Weg in das System zu finden.
TEKNIQ kann nicht angeben, wie viele Unternehmen in Lolland, Guldborgsund und Vordingborg bereits an die Streitkräfte liefern, schätzt das Potenzial jedoch als groß ein.
- In den kommenden Jahren muss viel gebaut, renoviert, produziert und gewartet werden. Dabei spielt die technische Wirtschaft eine ganz konkrete Rolle dafür, dass der Alltag der Streitkräfte funktioniert.