Fortschritte reichen nicht: Vordingborgs Wirtschaft fordert mehr Tempo

Vordingborg macht in der diesjährigen Erhebung zur Wirtschaftsfreundlichkeit einen spürbaren Sprung nach vorn, liegt aber weiterhin im hinteren Teil der Rangliste.

Foto: Vordingborg Kommune
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Die Kommune Vordingborg verbessert sich in der jährlichen Erhebung des dänischen Industrieverbands Dansk Industri zur Wirtschaftsfreundlichkeit der Kommunen von Platz 86 auf Platz 76.

Besonders deutlich ist der Fortschritt bei der kommunalen Verwaltung. Hier steigt Vordingborg von Platz 84 auf Platz 51. Die Kategorie umfasst unter anderem den Kontakt der Unternehmen mit der Kommune, den kommunalen Unternehmensservice und die Bearbeitung ihrer Anliegen.

Inger Marie Scavenius, Vorsitzende des Wirtschaftsverbands Vordingborg Erhvervsforening und Miteigentümerin von Klintholm Gods, begrüßt die Entwicklung. Gleichzeitig sieht sie weiterhin Bedarf für konkrete Verbesserungen in der Zusammenarbeit zwischen Kommune und Wirtschaft.

- Für ein Unternehmen ist ein Projekt eine Gesamtinvestition und nicht einfach eine Reihe einzelner Genehmigungen. Deshalb sollte die Kommune von Anfang an einen Überblick über den gesamten Prozess schaffen und Verfahren, wo es möglich ist, parallel bearbeiten. Das kann entscheidend dafür sein, ob ein Projekt rechtzeitig umgesetzt wird oder am Ende scheitert, sagt sie.

Nach Einschätzung der Vorsitzenden können lange oder schlecht aufeinander abgestimmte Verfahren dazu führen, dass Projekte verzögert oder überhaupt nicht realisiert werden. Für saisonabhängige Unternehmen kann es beispielsweise entscheidend sein, dass ein Projekt abgeschlossen ist, bevor der Winter oder die Tourismussaison beginnt.

- Die Kommune sollte sich nicht nur als Behörde verstehen, sondern auch darauf achten, wie sie die Wirtschaft unterstützen kann. Heute kann der Prozess mitunter etwas schleppend wirken. Das ist schade, denn die Kommune sollte im Blick haben, dass Projekte und Initiativen der Unternehmen Wachstum und Arbeitsplätze schaffen können.

In einem Bereich liegt Vordingborg weiterhin ganz am Ende der Rangliste. Bei Bildung und Arbeitskräften belegt die Kommune mit Platz 91 den letzten Platz. Auch bei den Bemühungen, qualifizierte Arbeitskräfte anzuziehen, landet Vordingborg landesweit nur auf Platz 82.

Für Inger Marie Scavenius hängen die Herausforderungen eng zusammen. Die Kommune braucht sowohl mehr Arbeitsplätze als auch mehr Menschen, die diese Stellen besetzen können.

- Es ist ganz entscheidend, dass wir mehr Unternehmen in die Kommune holen. Gleichzeitig müssen wir den Zuzug stärken, damit auch genügend Arbeitskräfte für die neuen Arbeitsplätze vorhanden sind. Wir gehören zu den Kommunen mit den wenigsten privatwirtschaftlichen Arbeitsplätzen. Diese Entwicklung muss umgekehrt werden – und das kann nur in Zusammenarbeit zwischen Kommune und Wirtschaft gelingen.

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