Line Fossing Riel: Der Weg zu mehr Wachstum führt über die Grenze

Nur drei Unternehmen aus Lolland-Falster und Südseeland gehören zu den 1.000 größten Unternehmen Dänemarks. Erhvervshus Sjælland sieht im Export einen Weg zu mehr Wachstum – doch auch der Zugang zu Kapital und Arbeitskräften muss mithalten.

Line Fossing Riel, direktør i Erhvervshus Sjælland.
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Nur drei Unternehmen aus Lolland-Falster und Südseeland gehören gemessen am Umsatz zu den 1.000 größten Unternehmen Dänemarks.

Ein großer Teil der Erklärung liegt vermutlich darin, wo die Kunden der Unternehmen sitzen, schätzt Erhvervshus Sjælland. Viele kleine und mittlere Unternehmen der Region verkaufen vor allem auf dem lokalen, regionalen oder dänischen Markt, sagt Geschäftsführerin Line Fossing Riel.

- Die größten dänischen Unternehmen sind typischerweise deshalb groß, weil sie ihre Waren und Dienstleistungen auch auf internationalen Märkten verkaufen können. Und wir wissen, dass wir hier einfach weniger Unternehmen haben, die exportieren.

Die Einschätzung folgt auf einen Bericht von FemernBusiness über die geringe Präsenz der Region in Børsens Top 1000. Darin verweist Børsens Wirtschaftsredakteur Morten Jasper unter anderem auf Herausforderungen bei Arbeitskräften, Kapital und spezialisierten Kompetenzen.

Auch Line Fossing Riel weist darauf hin, dass den Unternehmen weniger potenzielle Arbeitskräfte zur Verfügung stehen als in den großen Ballungsräumen. Gleichzeitig ist der Zugang zu Teilen des Investorenmarkts schwieriger.

- Beim Kapital ist der Zugang zum Investorenmarkt eingeschränkter, wiederum weil sich dieser Markt ebenfalls auf die Städte und auf Branchen konzentriert, in denen wir nicht so viele Unternehmen haben – zum Beispiel Tech, Life Sciences und ähnliche Bereiche.

Wenn mehr Unternehmen wachsen sollen, braucht es deshalb sowohl mehr Kunden als auch Finanzierung und die Möglichkeit, neue Stellen zu besetzen. Dabei sieht Line Fossing Riel insbesondere in der Fehmarn-Verbindung eine Chance, näher an Kunden in Norddeutschland und im übrigen Europa heranzurücken.

Erhvervshus Sjælland arbeitet bereits mit norddeutschen Schwesterorganisationen daran, Unternehmen auf beiden Seiten der Grenze miteinander in Kontakt zu bringen.

- Deshalb beschäftigen wir uns schon jetzt intensiv damit, wie wir die KMU auf Seeland enger mit den neuen Märkten verbinden können, damit aus den Möglichkeiten konkrete Ergebnisse für die Unternehmen entstehen.

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