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Milliardenprojekt wartet weiter auf Finanzierung

Der geplanten Großanlage für grünen Flugkraftstoff fehlen weiterhin ein großer Abnahmevertrag und die Finanzierung für die endgültige Investitionsentscheidung.

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Das Unternehmen hinter den Plänen für eine große Anlage zur Produktion von grünem Flugkraftstoff bei Vordingborg ist mit der Projektentwicklung weit gekommen. Der neue Jahresabschluss zeigt jedoch, dass weiterhin sowohl ein großer Abnahmevertrag als auch die endgültige Finanzierung fehlen, bevor der Bau beginnen kann.

Der Jahresabschluss wurde in Euro erstellt. Umgerechnet belief sich der Verlust 2025 auf 11,1 Mio. DKK gegenüber 15,4 Mio. DKK im Vorjahr. Gleichzeitig sank die Liquidität von 39,8 Mio. DKK auf 10,8 Mio. DKK.

Die Zahlen geben zugleich einen genaueren Einblick, was dem Milliardenprojekt noch fehlt, bevor aus den Plänen tatsächlich ein Bauprojekt wird.

Großer Abnahmevertrag fehlt weiterhin

Das Unternehmen verhandelt derzeit mit einem potenziellen Kunden über die Abnahme eines erheblichen Teils des künftigen grünen Flugkraftstoffs aus der geplanten Anlage.

Solche langfristigen Lieferverträge gelten als entscheidend für große Energieprojekte. Banken und Investoren verlangen in der Regel Sicherheiten dafür, dass es feste Abnehmer für die Produktion gibt, bevor Milliardeninvestitionen freigegeben werden.

Nach Angaben des Unternehmens soll der Vertrag in der ersten Hälfte des Jahres 2026 unterzeichnet werden.

Investitionsentscheidung frühestens 2027

Erst nach Abschluss dieses Vertrags soll der Prozess zur sogenannten Final Investment Decision (FID) eingeleitet werden.

Dabei handelt es sich um die endgültige Investitionsentscheidung, bei der Eigentümer, Investoren und Kreditgeber festlegen, ob das Projekt gebaut wird und die notwendige Finanzierung bereitgestellt wird.

Das Unternehmen rechnet derzeit damit, dass diese Entscheidung im ersten Quartal 2027 getroffen werden kann. Anschließend folgt der sogenannte Financial Close, bei dem die endgültige Finanzierungs- und Kreditstruktur abgeschlossen wird.

94 Millionen Kronen stehen auf dem Spiel

Bislang wurden Entwicklungskosten in Höhe von rund 93,5 Mio. DKK aktiviert.

Darin enthalten sind technische Entwicklungsarbeiten, Beratungsleistungen sowie umfangreiche technische Vorplanungen für die Anlage.

Gleichzeitig macht das Unternehmen deutlich, dass der bilanzierte Wert davon abhängt, dass die Anlage tatsächlich gebaut wird. Sollten Finanzierung oder notwendige Genehmigungen scheitern, könnten erhebliche Abschreibungen notwendig werden.

Projekt lebt weiter von Eigentümerdarlehen

Im Laufe des Jahres 2025 erhielt das Unternehmen neue Gesellschafterdarlehen in Höhe von 13,7 Mio. DKK zur Finanzierung der weiteren Entwicklung und Verwaltungskosten.

Zudem wird weiteres Kapital benötigt, um die nächsten Schritte bis zur endgültigen Investitionsentscheidung finanzieren zu können.

Die Geschäftsführung geht dennoch davon aus, dass die Liquidität mit Unterstützung der Eigentümer ausreicht, um den Betrieb im kommenden Jahr fortzuführen.

Umweltgenehmigung und EU-Hilfe reichen nicht aus

Für die Anlage auf Masnedø liegt inzwischen die Umweltgenehmigung vor. Zudem wurde das Projekt für eine Förderung aus dem Innovationsfonds der EU ausgewählt.

Die Fördermittel werden jedoch erst ausgezahlt, wenn die vollständige Finanzierung gesichert ist.

Damit bleibt das Milliardenprojekt trotz Genehmigungen und EU-Unterstützung weiterhin davon abhängig, dass Investoren und Kunden endgültig zusagen.

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